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Der große Saal des Kupferhauses ist für seine gute Akustik bekannt.

Benutzungsordnung fürs Kupferhaus geändert

Saal nur noch für Ton- und Filmaufnahmen

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Der große Saal des Planegger Kupferhauses ist aufgrund seiner ausgezeichneten Akustik vor allem eins: ein Konzertsaal.

Damit das so bleibt, wurde die Benutzungsordnung jetzt restriktiver gefasst. Einzig Herbert Stepp (Grüne Gruppe 21) stimmte am Donnerstag im Gemeinderat dagegen.

Im April 2008 wurde das Kupferhaus eingeweiht, in dessen großem Saal rund 500 Besucher Platz finden. Das Akustikkonzept stammt von der Planegger Firma Müller BBM, die weltweit Konzertsäle plant beziehungsweise saniert. Das Haus wird ortsansässigen Vereinen und gemeinnützigen Organisationen aus Planegg inklusive Ausstattung wie Rednerpult oder Steinway-Flügel kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alle anderen müssen zahlen, 650 Euro für den ersten Tag im großen Saal, 400 Euro für jeden weiteren Tag.

Gerne gemietet wird der Saal von Orchestern und Solisten für Tonaufnahmen, aber auch eine Ballettschule nutzte ihn schon einmal für eine Aufführung. Im Jahr 2015 brachte das 17 000 Euro ein. Die Gemeinde und das fürs Kupferhaus zuständige Kulturforum Planegg hatten gehofft, dass auch Firmen den Saal für Versammlungen buchen würden. Doch außer Webasto zeigte in den vergangenen sechs Jahren kein Unternehmen Interesse. Da sich so keine Einnahmen generieren lassen, will man sich nun auf den künstlerischen Aspekt konzentrieren. Künftig wird der große Saal ausschließlich für Ton- und Filmaufnahmen vergeben. „Demnächst fällt der Heide-Volm-Saal weg“, sagte Bürgermeister Heinrich Hofmann. Nach dem Abriss des Saals der Großgaststätte rechnet er mit einem Anstieg kunstfremder Anfragen. „Wir haben festgestellt, dass bei solchen Veranstaltungen wenig von den Einnahmen übrig bleibt“, erklärte Anja Fanslau, Leiterin des Kulturforums. „Der Saal wird abgenutzt. Die Frage ist, ob wir solche Veranstaltungen haben wollen.“ Für das Personal fielen Überstunden an, zudem müsse man sich mit den Sportvereinen abstimmen, die die beiden Dreifachturnhallen nutzen. Die Parkplätze reichten nicht für eine Veranstaltung im Kupferhaus und ein gut besuchtes Turnier. „Viel angenehmer“, so Fanslau, sei die Vermietung für Ton- und Filmaufnahmen. „Wir haben inzwischen Stammgäste, die sich auskennen, nur anfangs zwei Stunden Unterstützung brauchen und dann drei Tage drin sind.“

Für die Änderung der Benutzungsordnung fand sich eine breite Mehrheit. Nur Stepp fand: „Etliche Millionen sind in den Bau des Kupferhauses gesteckt worden. Alles, was sinnvoll da drinnen Platz hat, sollte auch stattfinden können.“

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