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Roman Brugger, Vorsitzender der Naturfreunde Würmtal begrüßte 160 Delegierte aus ganz Bayern im Kupferhaus.

Landesversammlung der Naturfreunde

Großes Delegiertentreffen der Naturfreunde

Die Würmtaler Naturfreunde sind eine der größten Ortsgruppen ihres Verbandes - und stolzer Ausrichter der jüngsten Landesversammlung.

Die Naturfreunde sind dafür bekannt, sich sportlich und im Freien zu betätigen. Sie gehen zusammen zum Wandern, Klettern, Langlaufen, Ski- und Kajakfahren. Doch alle drei Jahre ruft die Pflicht. Dann wird gesessen und getagt. Dann treffen sich die Delegierten der 122 bayerischen Ortsgruppen zur Landesversammlung.

Am vergangenen Wochenende trafen sich erstmals rund 160 Delegierte in Planegg. Die Natur verloren sie dabei nicht aus dem Blick. So pflanzten sie am Freitag eine großlaubige Mehlbeere im Planegger Sportpark. Denn auch der Klimaschutz sei den Naturfreunden ein Anliegen, erklärt Roman Brugger, der Vorsitzende der Ortsgruppe im Würmtal. „Über den Sport zum Naturerlebnis – über das Naturerlebnis zum Naturschutz“, so laute die Devise der Naturfreunde.

Am Samstag tagten die Delegierten der bayerischen Ortsgruppen in der neuen Dreifachturnhalle des Feodor-Lynen-Gymnasiums. Abends feierten sie anschließend gemeinsam mit den Würmtalern im Kupferhaus einen bunten Abend.

Zu Bruggers großer Freude ernteten die Naturfreunde diesmal bereits die Früchte ihrer letzten Versammlung. Vor drei Jahren hatten sie ein Verbandsentwicklungskonzept beschlossen. „Das greift. Der Mitgliederstand bei der Jugend hat sich stabilisiert“, sagt er. Diesmal seien die Jungen ganz stark vertreten gewesen.

Die Naturfreunde entstanden, „um der arbeitenden Bevölkerung den Zugang zur Natur zu ermöglichen“, erklärt Brugger. Als sie 1895 in Wien gegründet wurden, sei das Pendant, der Alpenverein, elitär und akademisch geprägt gewesen. Auch heute noch unterschieden sich die beiden Vereine, so der SPD-Gemeinderat. Die Naturfreunde betreiben 450 Häuser in ganz Deutschland, nicht nur in den Bergen. Mitglieder der Naturfreunde können beispielsweise zwischen Ferien im Gebirge und an der Ostsee wählen. „Da kann man günstig Urlaub verbringen“, wirbt Brugger für seinen Verein.

Dabei hat er das nicht nötig. Die Ortsgruppe im Würmtal ist nicht nur, was die Mitgliederzahl angeht, gut aufgestellt. Die Naturfreunde Würmtal durften gleich sechs der rund 160 Delegierten stellen, weil sie rund 600 Mitglieder haben. Damit seien sie eine der größten Ortsgruppen in Bayern, erklärt Brugger. Nachwuchssorgen kennen die Naturfreunde im Würmtal nicht. „Bedingt durch den Kletterturm, haben wir immer Zuwachs“, erklärt Brugger. Er erfreue sich besonders an der „ganz tollen Jugendgruppe“, sagt er.

Aus dem Würmtal gab es dennoch einen Vorschlag zur Verbesserung des Vereins. Die örtlichen Naturfreunde regten an, die Versicherung der Mitglieder so weit auszudehnen, dass sie auch bei privaten Wanderungen, außerhalb von Vereinsaktivitäten, Schutz genießen. So handhabten es bereits der Alpenverein und die österreichischen Naturfreunde, erklärt Roman Brugger.

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