Bundesanwalt fordert Verurteilung Zschäpes als Mittäterin

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Mitte September geht es richtig los mit der Kartoffelernte. Sehr zufriedenstellend sei bisher der Ertrag bei den Frühkartoffeln, sagt Rudolf Heidrich.

Durchwachsenes Erntejahr

Die Kartoffeln als Hoffnungsträger

Der durchwachsene Sommer ist nicht nur Badefreunden ein Dorn im Auge. Auch die Landwirtschaft hat im Würmtal schon bessere Tage gesehen.

Seit Jahren beklagt man sich in Deutschland über den Sommer. Mal ist er zu heiß, mal zu kalt. Oder, wie in diesem Jahr, zu wechselhaft. Was sich wie Jammern auf hohem Niveau anhört, kann für die Landwirte hingegen zum echten Problem werden. „Im vergangenen Jahr hatten wir die Hitzeperiode“, sagt Rudolf Heidrich, der seine Felder rund um Frohnloh bestellt. Dies habe vor allem der Kartoffelernte geschadet. Heuer sei das Getreide teilweise das Problem: „Durch den vielen Regen hat der Winterweizen eine schlechte Qualität.“ Auch die kühlen Nächte bis in den Juni hinein seien nicht gerade hilfreich gewesen. Zudem seien die Preise für Weizen durch die Misere am Weltmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gefallen, was Heidrich scharf kritisiert: „Das derzeitige Preisniveau ist absolut nicht in Ordnung.“

Doch nicht jeder ärgert sich über den stetigen Wechsel zwischen Sonne und Regen. „Das Wetter war bestens. Wir haben kaum Wasser gebraucht“, erzählt Helmut Seibert, Vorsitzender des Gartenbau- und Landespflegevereins Krailling (GLV). In seinem Naturerlebnisgarten an der Fischerfeldstraße pflanzt der GLV hauptsächlich Obst und Gemüse an. Und diesem hat es laut Seibert heuer an nichts gemangelt. „Salat haben wir so viel, dass ich inzwischen welchen bei Gemeinde und Bauhof abliefere“, so der Vorsitzende. Doch auch im Naturerlebnisgarten herrschte nicht nur eitel Sonnenschein. „Unsere Nussbäume haben Frost bekommen und standen ohne Blätter da. Aber sie haben sich wieder erholt.“ Außerdem seien nicht so viele Äpfel gekommen. „Das ist sehr abhängig von den Bienen, und die sind beim kalten Wetter teilweise eingegangen“, sagt Seibert. „Aber dafür hatten wir mehr Birnen.“

Positives hat der Hobbygärtner auch von den Frühkartoffeln zu berichten – und steht damit nicht alleine da. „Die Ernte war sehr gut“, meint auch Heidrich. „Wie die Qualität ist, müssen wir noch sehen.“ Mitte September geht die Kartoffelernte, in die der Landwirt seine Hoffnung steckt, dann erst richtig los. Auf dem eigenen Hof verkauft er etliche Sorten der Erdäpfel – bunt gemischt alles zwischen Früh- und Spätkartoffeln sowie mehlig- und festkochenden. Auch der Mais, der im Oktober und November fällig ist, könnte noch etwas werden. Insgesamt seien die Strukturen im Boden aber nicht gut, was unter anderem am fehlenden Frost in den vergangenen Wintern liege.

Zwar spricht Heidrich davon, dass es „kein gutes und ein sehr durchwachsenes Jahr“ ist, doch will er dies nicht auf die allgemeine Landwirtschaft ausweiten: „Das ist regional unterschiedlich und auch von den Böden abhängig.“ Kiesböden seien aufgrund der Wasserdurchlässigkeit in diesem Jahr im Vorteil gewesen. Die von ihm bestellten schweren Böden hingegen hätten zu viel Regen abbekommen. Bei der Hitze im vergangenen Jahr seien die Vor- und Nachteile andersherum verteilt gewesen. So ist der Landwirt letztlich nicht ganz unzufrieden. Vergleichsweise sei er noch relativ glimpflich davongekommen: „Man muss immer sehen, was alles passieren könnte. Wenn ich mir die Unwetter in Niederbayern anschaue – das kann man nicht vergleichen.“

Michael Grözinger

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