Lange Liste um vier Namen streichen

- Gemeinde will vier leer stehende Wohnungen sanieren

VON HARTMUT BRINGS Planegg - Die Wohnungsnot in Planegg bleibt ein Dauerbrenner. Nach dem Kauf des früheren Betriebsgeländes der Isar-Amperwerke Ende Dezember für 880 000 Euro will die Gemeinde hier einen weiteren Beitrag leisten, um die Lage etwas zu entspannen: Für etwa 110 000 Euro sollen die vier derzeit leer stehenden Wohnungen in der ersten Etage des Bürohauses umgebaut werden.

Der Technische Ausschuss stimmte der Investition in der vergangenen Woche zu - vorbehaltlich eines von der CSU beantragten Ortstermins. Nach Vorstellungen der Verwaltung sollen vor allem die Decken, Böden und Bäder neu gemacht werden. Das erntete die Kritik von Günther Schuppler (CSU), der angesichts knapper Kassen der öffentlichen Hand nicht mehr als nötig renovieren lassen wollte.

Doch die große Mehrheit im Ausschuss sah das anders: Von einer Luxussanierung könne keine Rede sein, meinte beispielsweise Fritz Haugg (dbpm). Franz Brugger (FDP) sah dringenden Handlungsbedarf für Familien mit Kindern, die am Existenzminimum leben würden. Bürgermeister Friedmann sprach von einer langen Liste von Antragstellern, die dringend Wohnraum bräuchten. So waren sich alle Räte einig, dass es sich die Gemeinde in der gegenwärtigen Situation nicht leisten könne, Wohnungen leer stehen zu lassen.

Laut Verwaltung verbaue die jetzt beschlossene Sanierung sämtliche Gedankenspiele über eine langfristige Nutzung des Gebäudes an der Hauptkreuzung nicht. Die BRK-Sozialstation wolle sich für ein Jahr nur par terre einmieten. Selbst wenn eines Tages die Polizei ins frühere e.on-Gebäude umziehen sollte, könnten die Wohnungen im ersten Stock weiter vermietet bleiben.

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