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Der Kraillinger Tennispark war mit zwei Plätzen in der Halle neben den vier Außenplätzen selbst im Winter eine gute Sportstätte. Nun wird eine neue Nutzung gesucht.

Eigentümer Trinkl sucht neuen Mieter für Filet-Fläche

Letzter Aufschlag im Kraillinger Tennispark

Den Kraillinger Tennispark wird es so nicht länger geben. Der aktuelle Pächter hat gekündigt. An neuen Interessenten für das Areal scheint kein Mangel. Ob dort künftig Tennis gespielt wird, ist aber ungewiss.

Würmtal – Eine Fläche dieser Größe kommt im Würmtal nur selten auf den Markt. Der Immobilienmakler Dirk Beiling bietet derzeit den Kraillinger Tennispark auf seiner Internetseite an. Schon bald soll er neu vermietet, eventuell einer neuen Nutzung zugeführt werden. Der langjährige Pächter Michael Weissenbach hört auf. Seit 30 Jahren ist der 53-Jährige Inhaber der dortigen Tennisschule. Jetzt ist Schluss: Er hat gekündigt.

Warum Weissenbach seinen Pachtvertrag zum 30. April dieses Jahres gekündigt hat? „Die Begründung steht bei der Kündigung nicht dabei“, sagt Baldur Trinkl Senior, sein Vermieter. Gegenüber unserer Zeitung wollte sich Weissenbach nicht äußern. An den Kosten könne es nicht gelegen haben, meint Trinkl. „Die Pacht ist seit Jahren die gleiche und Pachterhöhung stand keine an.“

Trinkl, Besitzer des Geländes, sagt: „Jetzt müssen wir schauen, was wir aus der Geschichte machen.“ Er hat Beiling mit der Vermarktung des Grundstückes und der Halle beauftragt. Und er zeigt sich zufrieden. „Ich habe viele Interessenten und bin für alles offen“, erklärte er. „Zum 1. Mai ist dort frei.“ Bei aller Ungewissheit versichert er: Es könne nicht irgendein Gewerbebetrieb das Gelände übernehmen. „Es bleibt eine Sportanlage.“ Auch künftig gebe es dort beispielsweise Tennisplätze, einen Klettergarten oder Kampfsport; all dies sei auf dem Areal möglich.

Laut Maklerangebot handelt es sich bei dem Objekt in begehrter Lage um eine Gewerbehalle mit einer Gesamtfläche von rund 1260 m² und einem idyllischen Außenbereich mit rund 2500 m². Weissenbach bietet auf der Fläche derzeit zwei Innen- und vier Außenplätze zum Tennisspielen an. Die Miete soll laut Angebot 7000 Euro monatlich plus Nebenkosten betragen. Die Interessenten, die sich bislang bei Trinkl meldeten, stammen nicht nur aus dem Würmtal. „In Zeiten des Internets kommen die von überall.“

Wenn jetzt das Areal des Tennisparks neu vermietet werden soll, will Trinkl das benachbarte Grundstück, auf dem sich das seit den 1970er Jahren geschlossene Würmbad befindet, nicht vermarkten. Auch dieses gehört ihm. „Irgendwo gehört’s zam“, sagt er. Aber: „Ich will meine Ruhe.“ Er wolle sich nicht noch einmal für das Bad engagieren, deshalb bleibe auf diesem Teil seines Grundstücks alles so, wie es jetzt sei. Auf dem Gelände des Tennisparks wird hingegen etwas Neues entstehen. Was genau, das weiß Baldur Trinkl Senior auch erst, nachdem er alle Angebote geprüft hat.

Victoria Strachwitz

und Karin Priehler

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