Lindinger-Richter will nicht mehr kandidieren

- Vereinsinterne Kritik leid

VON MAURITIUS MUCH Planegg - Nach acht Jahren als Fußballabteilungsleiter bei der DJK Würmtal steht Franz Lindinger-Richter bei den am 13. Mai anstehenden Wahlen nicht mehr zur Verfügung. Diese Entscheidung habe er vereinsintern bereits vor einem Jahr mitgeteilt, merkt Lindinger-Richter an.

Für seinen Entschluss führt er zu allererst "gesundheitliche Gründe" an. Als wahren Grund darf man indes Differenzen zwischen Lindinger-Richter und dem Hauptvereinsvorstand sowie einigen Mitgliedern der Fußballabteilung annehmen.

Stein des Anstoßes ist die Amtsführung des scheidenden Abteilungsleiters und dessen Umstrukturierungen. Im Zuge einer Professionalisierung richtete er den Club sportlich aus. Er investierte viel Geld für neue Spieler und etliche Bauvorhaben. Insgesamt habe er die "Umstellung von einer Freizeitmannschaft zu einem erfolgsorientierten Team" geschafft. Einigen in der Abteilung und im Hauptverein hätten diese Änderungen nicht gepasst, so Lindinger-Richter. Sie träumten noch von den "alten Zeiten".

Dieser Querelen ist der Abteilungsleiter nun leid. Schließlich könne er seine Zeit auch besser nützen: "Da gehe ich lieber Golf spielen." Ganz zurückziehen wird sich Lindinger-Richter, der über die Senioren-B-Mannschaft den Weg zur DJK fand, aus dem Vereinsgeschehen aber nicht. Er werde dezent im Hintergrund bleiben und sich weiterhin ums Sponsoring kümmern.

Für die Nachfolge gibt es in Rudi Nüssel auch schon einen Kandidaten. Allerdings sei die Sache laut Lindinger-Richter noch nicht ganz sicher, weil bis acht Tage vor der Wahl noch andere Kandidaten ihre Bewerbung einreichen könnten. Conni Lohner hingegen geht von einem neuen Abteilungsleiter Nüssel aus. Schließlich würden er selbst und Marco Poletto gemeinsam den Stellvertreterposten übernehmen, da sie der Verein darum gebeten habe.

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