Malende Sängerin, singende Malerin

- Mariko Sugihara-Fabisch stellt in der Dorfgalerie aus

VON BENEDIKT GARSKI Planegg - Da scheint jemand auf den Geschmack des Würmtals gekommen zu sein. Mariko Sugihara-Fabisch ist eine facettenreiche Künstlerin. Am Sonntag, 4. Mai, eröffnet sie ihre Ausstellung in der Planegger Dorfgalerie.

Die Japanerin ist nicht nur Malerin, sondern auch Sängerin. Anfang Februar hatte sie einen Auftritt im Gräfelfinger Bürgerhaus. Zusammen mit ihren Musikschülern verzückte sie mit einem Konzert die Bürger. "Daran kann man sehen, dass ich mich hier wirklich wohl fühle", bekennt sie. Ihr Können kann man anhand ihres Hauptberufs sehen. Seit 1988 ist sie als Dozentin für Gesang am Richard-Strauß-Konservatorium tätig. Den Pinsel hat sie vor sechs Jahren erst in die Hand genommen. Nun malt sie farbenfrohe Aquarelle. Auch hier sucht sie wieder ihre ganz persönliche Herausforderung. Mit der Mischtechnik benutzt sie nicht nur Farben, sondern greift auch auf andere Mittel zurück. So stehen ebenfalls Kohle, Erde und Bleistift in ihrem Atelier.

"Ich mag das Besondere", sagt Sugihara-Fabisch. Die gebürtige Japanerin genoss eine gute Ausbildung in Tokio, ehe sie nach Europa umsiedelte. Gesang und Malerei sind für sie nicht trennbar: "Es ist schließlich beides Kunst." Große Zustimmung erhält sie besonders von der Galeristin Edith Sassen. Sie freut sich besonders auf die Ausstellung. Schließlich kennen sich beide Damen seit einiger Zeit und sind auch privat befreundet. Durch eine Empfehlung ist der Kontakt zustande gekommen.

So sehr sich Gesang und Malerei in einer Person wiederspiegeln, desto verwunderlicher ist die Tatsache, dass sie beim Malen strikt auf Musik verzichtet. "Ich kann das überhaupt nicht haben, wenn ich den Pinsel in die Hand nehme und nebenher Musik läuft", sagt Sugihara-Fabisch.

Bis zur Vernissage fällt noch einige Arbeit an. "Statt Ostereier zu bemalen, hängen wir lieber Bilder auf", meint Edith Sassen scherzhaft. Wenn die 30 Bilder einmal die Wände in der Dorfgalerie zieren, dann steht der Eröffnungsfeier auch nichts mehr entgegen. Wie sollte es anders sein, setzt man nicht nur auf Sugihara-Fabischs Bilder, sondern auch auf Wiener Klänge. Das Duo Sabine Seidl und Jörg Lanzinger versuchen musikalisch die Gäste auf die Aquarelle einzustimmen. Einen besseren Termin als Sonntag, 4. Mai, gibt es nicht, denn an diesem Tag ist verkaufsoffener Sonntag.

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