Eröffnung des Elterncafés: (v.li.) die Initiatorinnen Susanne Schmelmer und Verena Klier, Christian Reischer, Bürgermeisterin Christine Borst, Lisa Gick, Tanja Arlt, Kerstin Kronthaler mit Alexander (9 Monate), Gesa Weigl mit Edvard (6 Monate) und Stephanie Schlaugk mit Leopold ( 2 ½ Monate). Foto: Höfle

Ein Mama-Papa-Netzwerk für Krailling

Krailling - Für Mütter und Väter von Kleinkindern gibt es im Kraillinger Bürgerhaus ein neues Angebot: ein Eltern-Café. Dort lassen sich zwanglos neue Kontakte knüpfen.

Vincent schläft tief und fest auf dem Arm seiner Mama Elfie Fograscher. Dabei wuselt es um ihn herum schon tüchtig. Viele Mütter und sogar ein Vater essen Kuchen, trinken Kaffee und unterhalten sich, während der Nachwuchs die bunte Spielecke in der Mitte mit Lego-Kisten, Büchern und Puzzles bereits emsig in Beschlag genommen hat. Es ist halb zehn Uhr im Kraillinger Bürgerhaus Hubertus und das „Eltern-Kind-Café“ hat gerade zum ersten Mal für alle interessierten Kraillinger Eltern mit Kleinkindern seine Türen geöffnet.

Verena Klier und Susanne Schmelmer, beide Mütter von je zwei Kindern, organisieren das Ganze. „Wir sind begeistert, dass gleich beim ersten Mal so viele gekommen sind“, konstatiert Verena Klier hocherfreut. Die beiden hatten im Vorfeld an 190 Kraillinger Familien mit Kindern bis drei Jahre eine Einladung zum „Eltern-Kind-Café“ geschickt, das von nun an immer jeden ersten Dienstag im Monat von 9 bis 11 Uhr stattfindet. „Die Idee dazu hatten wir schon länger. Und „die Bürgermeisterin war auch gleich Feuer und Flamme“, erzählt Susanne Schmelmer. Die neuen Räumlichkeiten des Bürgerhauses hätten sich dazu natürlich angeboten.

Grundgedanke des Cafés ist laut Susanne Schmelmer, ein kleines Mama-Papa-Netzwerk für Kraillinger Eltern aufzubauen, wo zwanglos Kontakte geknüpft werden können und man sich austauschen kann. Gerade für neue Familien, die erst in die Würmtal-Gemeinde gezogen sind, eine praktische Gelegenheit, unkompliziert ein soziales Netz aufzubauen. Willkommen seien auch Eltern von Kindergarten- und Schulkindern betont Schmelmer. Und an alles ist gedacht: Neue weiße Kinderstühle wurden extra angeschafft und ein Wickeltisch installiert. Außerdem bietet der große Garten des Gemeindezentrums im Sommer eine riesige Spielfläche mit Sandkasten.

Das Konzept scheint anzukommen. Elfie Fograscher mit ihrem zwei Monate alten Vincent fühlt sich jedenfalls wohl: „Ich mache ja noch keinen Krabbel-Kurs mit ihm, so dass das Café eine gute Möglichkeit ist, mal herauszukommen und andere Eltern kennen zu lernen.“ Ihre Tischnachbarin Kerstin Kronthaler schätzt an dem Eltern-Café vor allem, dass es in der eigenen Gemeinde angeboten wird und sie nicht weit fahren muss. „Mich interessiert auch sehr der Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder im Frühjahr“, so die Mutter des neun Monate alten Alexanders. Neben dem normalen Café-Betrieb soll es alle zwei Monate spezielle Angebote geben.

Bereits geplant ist eine Veranstaltung zum Thema „Der perfekte Fahrradhelm“. „Und am 5. Februar, unserem zweiten Eltern-Kind-Café, gibt es hier eine große Faschingsfeier“, kündigt Susanne Schmelmer an. Wer mag, darf gerne verkleidet kommen.

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