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Die Seifenblasen-Show von Ivan Corbella zog vor allem die jüngeren Besucher in ihren Bann, die den bunten Gebilden staunend nachblickten.

Einweihung

Martinsried feiert seinen Martinsplatz

Wenn das kein Fest war: Bei herrlichem Wetter haben am Samstag weit über 1000 Besucher den neuen Martinsplatz in Martinsried eingeweiht. Und das so richtig – mit Seifenblasen, Musik, Böllerschützen und allem, was das Herz begehrte.

MartinsriedErst stand der offizielle Teil auf dem Programm: Doch kaum war das Namensschild enthüllt und der Brunnen spuckte seine ersten Wasserstrahlen in die Luft, schwärmten die Besucher schon aus, um den lange ersehnten Platz zu erobern.

„Ich weiß noch, als wir 2005 nach Martinsried gezogen sind, gab es da schon Überlegungen, wie man hier eine neue Ortsmitte gestalten könnte“, erinnerte sich Hans Stadler, der mit Frau und Kindern zur Einweihung gekommen war. Und als dann sieben Jahre später ein „Masterplan“ für das Vorhaben entwickelt wurde, waren die zahlreichen Ortsbewohner, die an diesem Großprojekt gezweifelt hatten, vorsichtig optimistisch. Dass dann weitere sieben Jahre später mit Pauken und Trompeten eine „Piazza“ gefeiert wird, die mitten im Ort entstanden ist, damit hatte dann wohl keiner gerechnet.

Anlass genug auch für Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann, bei der Einweihungsfeier ins Schwärmen zu kommen. „Von dem Moment an, als die ersten Läden geöffnet hatten und der Spielplatz mit Bänken in der Mitte fertiggestellt war, hat sich dieser Platz mit Leben gefüllt, genauso haben wir es uns erhofft“, so der Rathauschef, der den ganzen Samstagnachmittag im Kreise der Bürger verbrachte. „Zwar hat es hier in Martinsried schon diverse Festivitäten gegeben, aber so eine Party haben wir noch nie gefeiert.“

Das sahen wohl auch die Bürger so, die sich zwischen den Ständen tummelten, der Musik lauschten und zwischendurch sogar ein Tänzchen wagten. Langweilig wurde es da bestimmt niemandem. Stelzenläufer und Seifenblasenkünstler verzückten vor allem die jüngeren Besucher, für die Älteren stand zum Beispiel ein Rundgang durch das neu errichtete Ärztehaus auf dem Programm. Das Bayerische Rote Kreuz gewährte ebenso einen Einblick in das Innenleben eines Krankenwagens wie die Feuerwehr in ihr Einsatzfahrzeug.

Die Mitarbeiter des „Vereins Miteinander“, unverkennbar in ihren blauen T-Shirts, stellten ihre Arbeit vor, und auch das Team des Martinsrieder Christkindlmarktes, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, an 365 Tagen im Jahr „Weihnachten“ für Bedürftige zu schaffen und den Stand in Gold- und Silberfolie dem Namen passend gemacht hatte. Spannend wurde es am Stand des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie, an dem die Besucher mittels 3-D-Brille ein virtuelles Experiment erleben durften. Direkt daneben konnte man am Glücksrad des Hotels „Campus at home“ einen Wochenend-Aufenthalt in der Residenz gewinnen, und auch bei den zahlreichen Geschäften, die ihr Angebot an diesem Tag präsentierten, gab es kleine Geschenke.

Und wer dann müde vom Rundgang war, auf den warteten zahlreiche Liegestühle, in denen sich die Besucher ausruhen und entspannt den verschiedenen Musikgruppen lauschen konnten: Von den Neurieder Blasmusikanten über die „Souvenirs“ mit Liedern wie „Puttin on the riz“ bis hin zum „Tanztee-Syndikat“ mit klassischen Tönen und den „Rockbits“ mit rockigen Tönen gab es da ein buntes Kaleidoskop an musikalischen Darbietungen.

„Dich hab ich schon lange nicht mehr gesehen“, war an allen Ecken und Enden immer wieder zu hören, und so erfüllte sich der Grundgedanke schon beim Einweihungsfest: Der Martinsplatz als Ort der Begegnung mitten in Martinsried.

Martina Scheibenpflug

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