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Die Raiba-Filiale in der Lochhamer Straße soll im Laufe des nächsten halben Jahres schließen. 

Bankensterben geht weiter

Raiba schließt Filiale in Martinsried

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Martinsried - In Martinsried schließt die letzte Bankfiliale mit persönlicher Beratung. Nach der Kreissparkasse zieht sich jetzt auch die Raiffeisenbank aus dem Planegger Ortsteil zurück.

Im vergangenen Jahr eröffnete das neue Würmtal-Center, voraussichtlich ab 2018 wird es weitere Läden in den neuen Gebäuden in der Ortsmitte geben, und in einigen Jahren soll dann der Anschluss an das U-Bahn-Netz erfolgen: Anbindung und Versorgung im Planegger Ortsteil Martinsried entwickeln sich für Einwohner und Arbeitnehmer eigentlich zum Positiven. Das gilt jedoch nicht für Bankkunden, die Wert auf eine Filiale mit persönlichen Ansprechpartnern legen. Nachdem 2016 die Kreissparkasse ihr Personal abgezogen und nur Geldautomat und Service-Terminal zurückgelassen hat, folgt jetzt die Raiffeisenbank. Die Kunden der Raiffeisenbank München-Süd sollen noch im Januar einen Brief erhalten, der sie über die Schließung der Filiale in der Lochhamer Straße informiert. „Der genaue Termin steht noch nicht fest. Aber die Schließung wird bis zur Jahresmitte erfolgen“, sagt Heinz Schneider, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank München-Süd auf Nachfrage.

Die kleine Genossenschaftsbank unterhält für ihre rund 16 000 Privatkunden bisher sieben Geschäftsstellen in Stadt und Landkreis München. Ende Januar schließt die Filiale in München-Sendling, dann folgt in den nächsten Monaten Martinsried. Die Martinsrieder Kunden sollen künftig von der Neurieder Geschäftsstelle aus mitbetreut werden. Auch ein Teil der Mitarbeiter werde dorthin wechseln, sagt Schneider. Die übrigen würden Tätigkeiten in der Zentrale übernehmen. Zudem könnten Kunden, die Bankgeschäfte nicht von zu Hause über das Internet erledigen wollten, Überweisungen und Daueraufträge auch telefonisch in Auftrag geben, so Schneider.

Die Filiale in Neuried, die, anders als die Martinsrieder Geschäftsstelle, in unternehmenseigenen Räumlichkeiten untergebracht ist, soll noch dieses Jahr modernisiert werden. Man denke auch über eine Ausweitung der Öffnungszeiten nach. „Das zeigt, dass wir weiter an die Bedeutung der Filialen glauben“, sagt Schneider. Man könne aber nicht alle erhalten. Das habe auch mit dem veränderten Verhalten der Kunden zu tun. Der weitaus größere Teil komme zur Abwicklung normaler Bankgeschäfte wie etwa Überweisungen gar nicht mehr in die Geschäftsstellen. Um den Erhalt einer Bankfiliale vor Ort betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen, bedürfe es aber einer gewissen Kundenfrequenz. Die habe sich in Martinsried dramatisch verändert. Zahlen nennt Schneider nicht.

Anders als die Kreissparkasse wird die Raiffeisenbank nach dem Abzug ihres Personals in Martinsried keine Räumlichkeiten mit Service-Geräten unterhalten. Nur ein Geldautomat im Freien soll auf dem Parkplatz des Würmtal-Centers aufgestellt werden.

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