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Es werden noch einige Jahre vergehen , bis die U6 vom Klinikum Großhadern nach Martinsried weiterfährt.

U-Bahn: Gegraben wird ab Frühjahr 2022

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Nächstes Jahr geht’s los: Im Frühjahr sollen die Arbeiten für das Parkdeck an der künftigen Haltestelle der U6 in Martinsried starten. Der Baubeginn der knapp 1000 Meter unterirdische Gleise von Großhadern nach Martinsried ist zwei Jahre später angesetzt. Dann dürfte mehr Klarheit über die Kosten herrschen.

Planegg– „Wir werden wohl im Frühjahr 2022 anfangen zu buddeln“, sagte Dimitri Steinke, Leiter der U-Bahn Martinsried Projektmanagement GmbH & Co.KG (PMG), am Montag in der ersten Sitzung des Planegger Werkausschusses. Die PMG hat von der Gemeinde sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit dem U-Bahn-Projekt übertragen bekommen. Im Sommer gab sie im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur des Landkreises München einen Bericht über den Sachstand (wir berichteten), nun informierte Steinke die Planegger Gemeinderäte.

Die Verlängerung des Planfeststellungsbeschlusses durch die Regierung von Oberbayern bis November 2023 war mit neuen Auflagen verbunden, unter anderem naturschutzfachlich und im Bereich der Wasserwirtschaft. Um diese zu bearbeiten, ist ein eigenes Büro beauftragt, denn die PMG selbst arbeitet mit wenig Personal. „Wir sind zwei Mann und eine halbe Frau“, so Steinke, dem noch der Technische Leiter Michael Brucker und eine Assistentin zur Verfügung stehen. Zur „Unterstützung von außen“, auf die die PMG angewiesen ist, zählt auch das Münchner Büro, das nach europaweiter Ausschreibung den Zuschlag für die Projektsteuerung bekommen hat. Steinke: „In München ist schon ewig keine U-Bahn mehr gebaut worden. Der Projektsteuerer ist mit Elan dabei.“ Ebenfalls ausgelagert werden das Risikomanagement und das Nachtragsmanagement. Steinkes Ziel ist, durch Monitoring für „eine permanente Transparenz“ zu sorgen, um Risiken abschätzen zu können. Das Nachtragsmanagement soll möglichst präventiv erreichen, dass es gar nicht erst zu Nachträgen der beauftragten Bauunternehmen kommt. Steinke schätzt, dass beide Posten zusammen für die gesamte Projektdauer 300 000 bis 400 000 Euro ausmachen werden. „Wenn ich das auf die Projektsumme hochrechne, sind das Peanuts“, sagte Anneliese Bradel (Grüne Gruppe 21), die Risiko- und Nachtragsmanagement ausdrücklich begrüßte.

Klare Kostenprognose erst in späterer Planungsstufe möglich

2012 wurden die Kosten für U-Bahnverlängerung und Bahnhof auf 73,5 Millionen Euro geschätzt. Auf Planegg entfallen 1,67 Prozent, der Landkreis München übernimmt 3,33 Prozent, der Freistaat die restlichen 95 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Schon allein aufgrund der gestiegenen Baukosten ist davon auszugehen, dass es teurer wird. Wie teuer vermochte Steinke nicht zu sagen. „Eine halbwegs realistische, auf Daten basierende Kostenprognose wird es erst mit den nächsten Planungsstufen geben.“ Mit Beginn des Tunnelbaus seien konkretere Aussagen zu erwarten.

Bevor es so weit ist, geht es im Frühjahr mit dem Bau des Ersatzparkplatzes für den Parkplatz los, auf dem dann im Laufe des Jahres das 80 Plätze umfassende Parkdeck entstehen soll. Steinke: „Unsere Hoffnung ist, dass wir Ende 2020 mit dem Parkdeck fertig sind.“ Ursprünglich sollte das Deck in der Endphase der Tunnelarbeiten errichtet werden. Man entschied sich, es vorzuziehen. „Lieber jetzt und vernünftig bauen, wenn man noch Kapazitäten hat, als am Ende hektisch und mit viel Geld.“ Im Sommer 2021 sollen die bauvorbereitenden Maßnahmen für die U-Bahn-Verlängerung beginnen, bevor ab Frühjahr 2022 gegraben wird.

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