U 6 bis Martinsried technisch problemlos möglich

Martinsried - Der geplante U-Bahn-Bau nach Martinsried ist technisch problemlos möglich. Das geht aus einem neuen Gutachten hervor.

Seit Jahrzehnten wird die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 bis Martinsried diskutiert. Um neuen Schwung in die Planungen zu bringen, erklärte sich die Gemeinde Planegg vor drei Jahren dazu bereit, 100 000 Euro für eine geologische Analyse bereitzustellen.

Die beiden Bohrungen entlang der rund 1000 Meter langen Trasse, die im vorigen Jahr durchgeführt wurden, sollten in erster Linie Aufschluss über den Grundwasserspiegel geben. Auf Grundlage der geotechnischen Aussagen werde dann eine Kostenschätzung erstellt, kündigte Lothar Eicher vom Münchner Baureferat im April 2007 an. Die Ergebnisse liegen nun der Gemeinde Planegg vor. Und sie sind ganz offenbar ermutigend. "An der technischen Seite wird das Projekt sicher nicht scheitern", sagte Eicher im Merkur-Gespräch. "Die Verlängerung bis Martinsried wäre nicht anspruchsvoller als das, was wir bisher gebaut haben."

Wenn der politische Wille zum Bau vorhanden sei, könne schon 2010 mit dem Bau begonnen werden, ist Eicher überzeugt. "Nächstes Jahr könnten die Finanzierungsfragen geklärt und 2010 der Planfeststellungsbeschluss gefasst werden", rechnet der Bauingenieur vor. Das Projekt würde rund 50 Millionen Euro kosten. Sollte das bayerische Kabinett darin landespolitische Bedeutung erkennen, könnten bis zu 90 Prozent von Seiten des Freistaats gefördert werden. Ohnehin hängt alles an der Finanzierung. "Die Gretchenfrage für uns ist, wer die Maßnahme übernimmt", so Schaudig. Der Gemeinderat wird sich erst nach den Wahlen am 2. März mit der U-Bahn-Thematik befassen.

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