Martinsrieder Feld: Morphosys hofft auf Einlenken des Gemeinderates

Planegg - Das Martinsrieder Biotechnologie-Unternehmen Morphosys hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, auf dem Martinsrieder Feld in Gräfelfing eine neue Firmenzentrale errichten zu können.

„Das wäre für uns der ideale Standort“, sagt Unternehmenssprecherin Claudia Gutjahr-Löser über das Martinsrieder Feld. Dass die aufstrebende Biotech-Perle im Cluster bleibt, ist mittlerweile aber unwahrscheinlich. Im Planegger Rathaus hat man das Thema bereits abgehakt. Die Entscheidung gegen die Ausweisung von Gewerbe und zum Erhalt des dort befindlichen Regionalen Grünzugs basiert auf einem Gemeinderatsbeschluss aus dem vorigen Jahr.

Die Initiative von 3. Bürgermeister Hermann Nafziger (CSU), der Morphosys unbedingt halten möchte und einen Neubau auf dem Martinsrieder Feld begrüßt, ist nun der letzte Versuch, das Ruder herumzureißen. Nafziger will seine Kollegen im Gemeinderat überzeugen, den Beschluss aus dem Vorjahr zu revidieren. Bei Morphosys setzt man nun auf diese Initiative. „Wir hoffen, dass das Thema Martinsrieder Feld nochmal auf die Tagesordnung in Planegg kommt. Wir wollen diese Sitzung auf jeden Fall abwarten, bevor wir eine Entscheidung treffen“, so Gutjahr-Löser, die in Planegg und dem Würmtal kein anderes passendes Grundstück sieht. Derzeit sind 340 Mitarbeiter am Standort Martinsried beschäftigt, in der neuen Zentrale sollen mittelfristig bis zu 2000 Kräfte arbeiten.

Laut Gutjahr-Löser muss noch im ersten Quartal dieses Jahres eine Entscheidung fallen. Sollte Planeggs Gemeinderat beim Nein bleiben, wird Morphosys die Umzugskartons packen. Dem Vernehmen nach ist Germering dann die bevorzugte Wahl. Dort freut man sich schon auf einen dicken Fisch aus der Biotechnologie-Branche.

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