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Vikar Matthias Maaß wird an der Seite von Pfarrer Bernhard Liess seine praktische Ausbildung zum evangelischen Pfarrer vollenden.

Neuer Vikar an der Waldkirche

Matthias Maaß lässt sich zum Pfarrer ausbilden

Planegg - Der Glaube, die Familie und das Taekwondo sind für Matthias Maaß das Wichtigste im Leben.

Der 29-Jährige ist der neue Vikar der Planegger Waldkirche. Und von seinen Taekwondo-Künsten können die Planegger Protestanten schon bald profitieren. Seit 1. März ist Matthias Maaß als Vikar im Amt. Am vergangenen Sonntag wurde er offiziell eingeführt. Zweieinhalb Jahre lang wird der Garchinger nun in Planegg Praxiserfahrung sammeln.

Begleitend dazu wird er in Nürnberg im Predigerseminar unterrichtet. Aus diesem Grund verließ er das Würmtal am Montag auch gleich wieder für zwei Wochen. Wenn Maaß zurück ist, will er sich der Seelsorge und der Jugendarbeit annehmen. In seiner ersten Woche im Würmtal habe er bereits die Anregung bekommen, er könne doch die Jugend in Taekwondo unterrichten, erzählt er. Maaß übt die koreanische Kampfsportart bereits seit zehn Jahren aus. Am 30. März will er die Prüfung zum Meister machen, dann trägt er den schwarzen Gurt. Um sein Können weiterzugeben, fehlt ihm noch der Trainerschein. „Den würde ich gerne machen“, sofern dies die Arbeit in der Pfarrei zulasse, sagt er.

Aber nicht nur die Jugend könnte von seinen Taekwondo-Fähigkeiten profitieren. Er macht deutlich, dass es bei dem Kampfsport nicht um Gewalt, sondern um Ausgleich gehe. Man müsse dabei erkennen, wann es besser sei, sich zurückzuziehen. „Man sollte deeskalierend wirken“, erklärt er seinen Sport.

Dies sei auch für den Beruf des Pfarrers wichtig, meint er. Was die Seelsorge betreffe, habe er in seinem Praxisjahr im Klinikum Großhadern schon Einiges gelernt. Und dieser Bereich interessiere ihn sehr. Auch von den Gottesdiensten erwartet er sich viel. „Da freue ich mich sehr, dass ich mehr Sicherheit gewinne“, sagt er.

In seiner Freizeit wird der gebürtige Rheinländer aber nicht nur an seinen Taekwondo-Künsten arbeiten. Er ist leidenschaftlicher Fußballfan. Er habe zwar nur ein Jahr seines Lebens im Rheinland gewohnt, „aber hängengeblieben ist der Fußballverein“, sagt er: Maaß fiebert mit dem 1. FC Köln. Da er in Garching aufgewachsen sei, sympathisiere er auch mit dem FC Bayern. Aber der sportliche Favorit ist klar: „Wenn die Kölner hier sind, holen wir uns vom FC Bayern eine Packung ab“, sagt er.

So vielseitig wie seine Hobbys sind, sei auch der Pfarrberuf. Diese Vielseitigkeit reize ihn. Er sei froh, dass er an der Planegger Waldkirche eine Stelle bekommen habe. „Ich wollte München oder das Münchner Umland, und ich bin sehr glücklich darüber“, sagt Matthias Maaß.

Victoria Strachwitz

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