Frau über Internetmasche abgezockt

Mehr als 100 000 Euro an Betrüger überwiesen

  • Andreas Deny
    vonAndreas Deny
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Eine Würmtalerin ist auf einen Internet-Betrüger hereingefallen und hat dabei eine gewaltige Summe Geld verloren.

Würmtal –  Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte die über 60-jährige Frau vor einigen Monaten über eine Online-Dating-Plattform einen Unbekannten kennengelernt. Der Mann gab an, Italiener zu sein und sich derzeit in Quarantäne zu befinden, da er an Covid-19 erkrankt sei. Er sei eigentlich Ingenieur und mit Projekten in Indonesien betraut, die er jedoch im Augenblick infolge seiner Erkrankung nicht vor Ort betreuen könne.

Angeblich Projekte in Indonesien

Der Betrüger erschlich sich mit dieser Geschichte das Vertrauen der Frau und baute nach und nach geschickt eine Beziehung auf. Schließlich bat er sie um Geld, mit dem er angeblich Projekte in dem Inselstaat in Südostasien finanzieren wollte. Und das immer wieder. Zwischen Juni und August überwies die Würmtalerin dem Unbekannten nach Angaben der Polizei mehr als 100 000 Euro auf verschiedene ausländische Konten.

Einem Angehörigen der Frau, der eine Vollmacht für ihr Konto besaß, fielen die ungewöhnlichen Überweisungen ins Ausland schließlich auf. Sein Eingreifen veranlasste die Würmtalerin dazu, am vergangenen Montag bei der Polizeiinspektion Planegg Anzeige wegen Internetbetrugs zu erstatten.

Rückbuchung nicht mehr möglich

Das viele Geld dürfte die gutgläubige Frau allerdings nie wiedersehen. Zwar wurde nach Erstattung der Anzeige sofort Kontakt mit ihrer Bank aufgenommen, eine Rückbuchung der Beträge war aber nicht mehr möglich. Das Kommissariat 77 des Polizeipräsidiums München hat die Ermittlungen wegen dieser besonderen Betrugsmasche übernommen.  

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