Viel Licht und einen barrierefreien Zugang will das Architekturbüro Bär, Stadelmann und Stöcker durch den abgesenkten Innenhof für die Mittagsbetreuung im Untergeschoss der Neurieder Mehrzweckhalle schaffen. Unser Bild zeigt einen Längsschnitt des Hofs nach Westen. Links befindet sich die Grundschule. Grafik: BSS-Architektur

Mehrzweckhalle: Nürnberger Architekten erhalten Zuschlag

Neuried - Das Architekturbüro Bär, Stadelmann und Stöcker aus Nürnberg erhält den Auftrag zum Bau der Neurieder Mehrzweckhalle. Das wurde im Bau- und Umweltausschuss am Dienstag bekannt.

Die Würfel sind gefallen. Bauamtsleiter Peter Müsch gab am Dienstag im Bauauschuss bekannt, welcher der drei Entwürfe für die neue Mehrzweckhalle in Neuried den Zuschlag erhalten hat. Den Auftrag erhält das Architekturbüro Bär, Stadelmann und Stöcker aus Nürnberg. „Wir freuen uns sehr, dass die Wahl auf uns fiel“, sagt Diplom-Architekt Friedrich Bär. „Die Neurieder Mehrzweckhalle ist ein sehr interessantes Projekt.“

Interessant - aber auch nicht ganz einfach: „Die Schwierigkeit liegt darin, dass mehrere Nutzer die Halle bespielen“, so Bär. So mussten die Planer besonders darauf achten, dass sich die einzelnen Nutzungsbereiche wie Mittagsbetreuung, Musikschule und Vereine nicht gegenseitig stören. Indem man die Musikräume ins Obergeschoss verlagern will, soll dies ausgeschlossen werden. Ebenfalls im Obergeschoss befinden sich die Umkleidekabinen, die durch eine Treppe direkt an die Sport- und Veranstaltungshalle angeschlossen sind.

Die Mittagsbetreuung soll im Keller angesiedelt werden, ebenso wie die Räumlichkeiten für die Vereine. Der Entwurf des Nürnberger Architekturbüros sieht vor, den Innenhof über die gesamte Fläche auf die Ebene des Untergeschosses abzusenken. Das sorgt zum einen für viel Licht in der der Mittagsbetreuung und im großen Versammlungssaal; zum anderen sind die Räume auf diese Weise auch von dort aus begehbar. Dadurch ist auch eine barrierefreie Anbindung aller Ebenen gewährleistet. Ein Kriterium, das in den Vorberatungen des Gemeinderates zum Raumkonzept besonderes gewünscht wurde, um auch Rollstuhlfahrern die Möglichkeit zu bieten, an Konzerten und Veranstaltungen teilzunehmen.

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs hatte Sabine Blumwitz von der Agentur EDR, die das Auswahlverfahren betreute, den ersten Spatenstich für das Frühjahr 2014 in Aussicht gestellt. Auch die Nürnberger Architekten wissen, wie dringend die neue Halle gebraucht wird: „Es ist wichtig, möglichst schnell Ersatz zu schaffen“, so Bär. Bis zur Fertigstellung ist es aber noch ein langer Weg. Als nächstes wird beraten, wie die Raumbelegung im Detail ausssehen soll: „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“, sagte Bauamtsleiter Peter Müsch am Dienstag im Bauausschuss.

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