Gautinger Straße in Neuried: Für die Neugestaltung sind 2014 schon mal 200 000 Euro vorgesehen. Foto: höfle

Mehrzweckhalle sprengt Neurieder Haushalt

Neuried - Mit sieben Millionen Euro insgesamt ist der Posten Mehrzweckhalle im Neurieder Kommunalhaushalt für 2013 mehr als dominant.

6,1 Millionen Euro sind dieses Jahr in den Vermögenshaushalt der Gemeinde Neuried eingestellt. Fünf Millionen davon entfallen allein auf den Neubau der Mehrzweckhalle. Andere Projekte wie ein neues Rathaus oder die geplante neue Ortsmitte haben warten müssen. Auf Vorschlag von SPD-Gemeinderat Gerd Richter gibt es für die Neugestaltung der Gautinger Straße jetzt zumindest eine kleine Finanzspritze. Nach lebhafter Diskussion einigte sich der Bauausschuss darauf, nächstes Jahr 200 000 Euro für ein provisorisches neues Dorfzentrum zu genehmigen.

Keine Frage, sieben Millionen reißen ein unvorhergesehenes Loch ins Budget. So riesig, dass die Gemeinde erstmals unter Amtsführung von Bürgermeisterin Ilse Weiß das Instrument der Fremdfinanzierung bemühen wird. Vorgesehen ist ein Kredit in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Weitere 50 Prozent der Baukosten stemmt die Gemeinde aus Haushaltsausgaberesten. Sie greift auf 1,5 Millionen Euro aus 2011 und eine weitere Million aus 2012 zurück. Für die Mehrzweckhalle beiseite gelegt zu einem Zeitpunkt, als man erst hoffte, mit der Instandsetzung des Hallendachs davonzukommen, dann zumindest mit dessen Erneuerung. Also 2,5 Millionen Euro abzüglich der inzwischen beendeten Abbrucharbeiten.

Die letzte Million fließt vom Konto Umgestaltung Gautinger Straße. Doch Richter wollte auch dieses Projekt nicht länger vernachlässigt sehen. „Was wir schon vor Jahren beschlossen und unter Bürgerbeteiligung zu Papier gebracht haben, müssen wir auch umsetzen“, so seine Forderung. „Sonst sind die Kosten für den Wettbewerb verloren.“ Wenn schon Schulden, komme es auf eine Million mehr nicht an.

Siegfried Schopf (CSU) wollte den Punkt ebenfalls nicht vollständig „ad acta legen“. Bürgermeisterin Ilse Weiß schlug schließlich vor, für die Jahre 2014 und 2015 je 200 000 Euro zu veranschlagen. Letztlich trug Richter einen Teilsieg davon. Der Ausschuss stimmte mit fünf zu vier Stimmen für eine Tranche in Höhe von 200 000 Euro im Finanzplan 2014.

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