+
Mehr als 100 Interviews führte Manuel Thaler mit seinem Kommilitonen Florian Mörchel für den Ratgeber.

Michael Thaler verfasst Ratgeber für das Duale Studium

Wegbegleiter ins Berufsleben

  • schließen

Ist ein „Duales Studium“ das Richtige für mich? Wie finde ich aus mehr als 1500 Angeboten das passende? Und wie setze mich gegen die bis zu 1000 Mitbewerber pro Studienplatz durch?

Diese und viele andere Fragen werden im Buch „Duales Studium – Der Wegbegleiter ins Berufsleben“ beantwortet, das der Neurieder Manuel Thaler jetzt zusammen mit seinem ehemaligen Kommilitonen Florian Mörchel veröffentlicht hat.

Mehr als 100 000 junge Leute studieren in Deutschland dual – besuchen also nicht nur an einer Universität oder Fachhochschule Vorlesungen, sondern arbeiten parallel und ins Studium integriert bei einem Praxispartner, meist einem Unternehmen, mit einem Gehalt. „Für die Plätze dafür gibt es mehr Bewerber als für das Medizinstudium, der Wettbewerb ist sehr groß“, sagt Manuel Thaler. Der 26-Jährige hat selbst an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg Wirtschafts- und Organisationswissenschaft sowie bei der Münchner Rückversicherung dual studiert. Auf der Abschlussfeier entstand dann die Idee für das Buch.

„Zusammen mit meinem Kommilitonen Florian Mörchel habe ich das Studium Revue passieren lassen und wir dachten uns, wenn wir manches vorher gewusst hätten, wäre es im Studium sehr hilfreich gewesen“, erzählt Thaler. Die beiden recherchierten und stellten fest, dass es keine Ratgeber für Duale Studien gibt.

Für das Buch führten die beiden über 100 Interviews mit Managern, Uni-Vertretern und Studenten und ließen ihre eigenen Erfahrungen einfließen. „Einen großen Schwerpunkt legen wir auf die Bewerbung und das Assessment Center“, sagt Thaler, da die Konkurrenz eben so groß sei. „Bei einem Dualen Studium legt mach sich sehr bald nach dem Abitur fest, was ich in drei oder vier Jahren machen werde“, sagt Thaler. Man sollte sich daher seinen Praxispartner gut aussuchen. „Verstehe ich überhaupt wirklich, was die da machen – und macht es mir dort Spaß?“ Das Buch gibt auch rechtliche Tipps zum Studienvertrag und inwiefern einem Finanzierungsmöglichkeiten wie Bafög zustehen – und wie man auch im Dualen Studium ein Auslandssemester machen kann.

Thaler besuchte die Neurieder Grundschule und das Gymnasium Fürstenried. Er spielte beim TSV Neuried von der F- bis zur C-Jugend Fußball sowie Tischtennis. In der Gemeinde Neuried engagierte er sich immer wieder als Wahlhelfer. Für die Münchner Rückversicherung arbeitete er bereits in England und Kolumbien. Thaler und Mit-Autor Florian Mörchel boten das Buch zwölf Verlagen an. Vier wollten es publizieren. „Der Stark-Verlag, in dem es dann erschienen ist, war aber von Anfang unser Wunschkandidat, da das Thema gut in das Verlagsprogramm passt“, sagt Thaler. Die Reaktionen seit Erscheinen sind durchwegs positiv. „Nicht nur für Studieninteressierte ist das Buch ein wertvoller Ratgeber, sondern auch für Studierende, ihre einzigartigen Berufschancen bereits während des Studiums zu erkennen und zu ergreifen“, sagt Arnold van Zyl, Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, dem größten Anbieter Dualer Studiengänge in Deutschland.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kiesabbau am Ortsrand
Die Firma Glück will weitere 5,8 Hektar Land auskiesen. Den Gemeinden Planegg und Gräfelfing gefällt das nicht. Sie können das Vorhaben aber nicht verhindern.
Kiesabbau am Ortsrand
Gräfelfing nimmt Ostseite des Jahnplatzes ins Visier
Und abermals ein Entwurf zum Lochhamer Jahnplatz, diesmal mit dem Schwerpunkt auf der Ostseite. Nachdem die Gemeinde im Fall des Bauherren auf dem brach liegenden …
Gräfelfing nimmt Ostseite des Jahnplatzes ins Visier
Ferienjobs für Schüler rar gesät
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Zeit haben die Schüler dann eine Menge, das Geld ist jedoch meistens knapp. Die Suche nach Ferienjobs ist aber nicht gerade einfach.
Ferienjobs für Schüler rar gesät
Der Club der 100-Jährigen
Die älteste Würmtalerin hat gestern ihren 108.  Geburtstag gefeiert. Insgesamt sind im Würmtal 22 Menschen 100 Jahre oder älter. Frauen sind deutlich in der Überzahl.
Der Club der 100-Jährigen

Kommentare