Michaelskirche Selbständigkeit verwehrt

- Landeskirchenrat lehnt Antrag ab

VON CHRISTOPH KASTENBAUER Gräfelfing - Da die evangelische Landeskirche im Rahmen von Sparmaßnahmen in der Kirchengemeinde Gräfelfing-Lochham plante, eine halbe Stelle zu streichen, stellte der Sprengel der Lochhamer Michaelskirche Ende des vergangenen Jahres nach Abstimmung in der Gemeinde einen Antrag auf Verselbständigung (wir berichteten). Der Antrag wurde jetzt vom Landeskirchenrat der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern einstimmig abgelehnt.

Die Lochhamer Protestanten hatten befürchtet, dass nach Pensionierung ihres Pfarrers Wolfgang Hofmann die halbe Stelle bei ihnen eingespart werde und so kein eigener Pfarrer mehr zur Verfügung stünde.

"In Zeiten finanzieller Einschränkungen ist Kooperation nötig und keine Aufsplitterung in kleinere Einheiten." In der Begründung seiner Ablehnung ging das Landeskirchenamt auch auf das relativ knappe Abstimmungsergebnis der Gemeindeversammlung ein: "Dem Anteil der Befürworter des Antrags auf Abspaltung steht eine fast gleich große Anzahl an Personen gegenüber, die die jetzige Situation erhalten wollen." Zusätzlich zu dem knappen Abstimmungsergebnis sieht das Landeskirchenamt einen Grund für die Ablehnung auch in der besseren Repräsentation der Kirchengemeinde Gräfelfing nach außen bei nur einem Ansprechpartner.

Trotz Ablehnung des Antrags soll die Pfarrstelle in der Lochhamer Michaelskirche erhalten bleiben. "Die vorhandene Angst vor der Reduzierung der Pfarrstelle ist unbegründet", gibt das Landeskirchenamt bekannt. Zweifel allerdings bleiben, zumal die Lochhamer Pfarrstelle voraussichtlich auf längere Zeit vakant bleibt. Der Pfarrer der Gräfelfinger Friedenskirche, Manuel Ritter, betont aber gerade deshalb, dass eine enge Zusammenarbeit der beiden Sprengel jetzt umso mehr nötig werde.

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