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Neugier auf die Häuser am Friedhof: Viele Planegger wollten sich vor Ort selbst ein Bild machen.

Modulhäuser zur Unterbringung von Asylbewerbern bezugsbereit

Akzeptabel gestaltete Enge

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Planegg - Nun stehen sie auch in Planegg bereit, die Modulhäuser eines Starnberger Architekturbüros, in denen das Münchner Landratsamt im ganzen Kreis Asylbewerber unterbringt.

Irgendwann in den nächsten zwei Wochen sollen Menschen, die derzeit noch in Traglufthallen leben, hier einziehen. Der genaue Termin stand am Montag, als sich die Planegger ein Bild davon machen konnten, unter welchen Bedingungen ihre neuen Nachbarn leben werden, noch nicht fest. Das Landratsamt, die Regierung von Oberbayern, die Gemeinde Planegg und der Asyl-Helferkreis waren mit einem großen Aufgebot vor Ort, um die Fragen der vielen Bürger zu beantworten.

Durch die schweren Eingangstüren der Wohneinheiten tritt man in einen kurzen Flur, an dem rechts und links je ein kleines, fensterloses Bad mit WC, Waschbecken und Duschkabine liegen. Nach zwei Schritten steht man in der Küche, in der zwei Tische mit je vier Stühlen Platz finden. Dazu Schränke, Spüle, Waschmaschine, Herdplatte, Kühlschrank.

Zu beiden Seiten des kleinen Wohn- und Kochbereichs liegt je ein Schlafzimmer mit je zwei Einzelbetten und einem Stockbett. Einfache, aber robust wirkenden Furniermöbel: ein kleiner Tisch, pro Person ein Nachtkästchen und ein schmaler Kleiderschrank.

Vorhänge, bedruckt mit Blumenmustern in hellen Grüntönen, schaffen einen Hauch von Wohnlichkeit. Doch das Gefühl der Enge bleibt.

Trotzdem gilt dieser Haustyp, auf den der Landkreis setzt, nach den ersten Erfahrungen andernorts, als akzeptable Lösung. Auch „die Rückmeldungen der Besucher zur Gestaltung waren positiv“, bilanzierte Rathaus-Sprecherin Bärbel Zeller. Auch das Fernsehen war da, drehte für eine Reportage über verschiedenene Formen der Unterbringung.

Für acht Personen – in Planegg voraussichtlich Männer zwischen 18 und 50 Jahren, die teilweise im letzten Jahr in der Turnhalle des Feodor-Lynen-Gymnasiums untergebracht waren – ist eine solche 65-Quadratmeter-Einheit ausgelegt, zehn davon gibt es in den vier Häusern am Friedhofsparkplatz. Neun sollen belegt, eine für die Sozialbetreuung des Landratsamtes und die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes reserviert bleiben. Auch der Planegger Asyl-Helferkreis kann den Bereich gelegentlich nutzen. Für den zusätzlichen Container, den er sich gewünscht hatte, war auf dem Gelände jedoch kein Platz.

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