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Nato-Pipeline: Krailling findet kein Gehör

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Krailling - Die Regierung von Pberbayern hat für die Nato-Pipeline von Landsberg nach Unterpfaffenhofen eine unbefristete Betriebsgenehmigung erteilt. Sehr zum Unwillen Kraillings

Die Forderung Kraillings, für die Nato-Pipeline nur eine auf fünf Jahre befristete Betriebsgenehmigung auszusprechen, fand bei der Regierung von Oberbayern kein Gehör. Laut Planfeststellungsbeschluss kann die Leitung unbefristet genutzt werden, um die militärische Notversorgung sicher zu stellen.

Die Pipeline, die im Bereich des ehemaligen IVG-Lagers auch über Kraillinger Flur führt, war ursprünglich Teil des Nato-Versorgungssystem Mitteleuropa und hatte die Militärflugplätze Fürstenfeldbruck, Leipheim, Lagerlechfeld und Landsberg mit Benzin, Diesel, und Düsentreibstoff versorgt; die Flugplätze in Bruck und Leipheim sind inzwischen stillgelegt, die anderen Anlagen werden inzwischen von Aalen aus versorgt.

Der Gemeinderat hatte sich im Juli 2009 für eine befristete Betriebserlaubnis ausgesprochen. Werner Engl (Grüne) sah damals die Planungshoheit der Gemeinde gefährdet und befürchtete, dass nach Verkauf des Tanklagers (wir berichteten) auch die Pipeline eines Tages in private Hände übergeht. Um die eigenen juristischen Möglichkeiten auszuloten, war sogar ein Verwaltungsrechtler hinzugezogen worden.

Der Anwalt rät der Gemeinde jedoch von einer Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss ab. „Die Erfolgsaussichten wären sehr gering“, sagte Bürgermeisterin Christine Borst am Dienstag im Gemeinderat.

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