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Die Erweiterung der Volks- und Mittelschule läuft für Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter bisher nach Plan.

Schulcampus Lochham wächst weiter

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Gräfelfing - Der Anbau der Volks- und Mittelschule wächst in die Höhe. Nächstes Jahr könnte er fertig sein. Gebaut wird auf dem Areal noch über Jahre.

Das Gesicht des Lochhamer Schulcampus ändert sich stetig. In den letzten Wochen wuchs der neue Anbau der Volks- und Mittelschule in die Höhe. Nächstes Jahr soll er fertig sein. Bautätigkeit wird es auf dem Areal, das aus allen Nähten platzt, aber noch über Jahre geben.

Von Stefan Reich

Gräfelfing – Wenn die Schüler der Volksschule Lochham am Dienstag wieder in ihren Klassenzimmern Platz nehmen, wird der Blick aus dem Fenster ein anderer sein als noch vor den Ferien. Statt sattem Grün werden sie aus den Räumen der aufgrund ihrer Fassadenfarbe sogenannten „Schwarzen Schule“ auf das Betonskelett des neuesten Erweiterungsbaus auf dem Schulcampus schauen. Wo sich Ende Juli noch eine Baugrube auftat, erheben sich mittlerweile das Erdgeschoss und das Obergeschoss des neuen Gebäudetraktes, in dem künftig Hortgruppen, Teile der Nachmittagsbetreuung, eine Küche und eine Cafeteria unterkommen sollen. Das Dach soll in den nächsten Monaten fertiggestellt werden.

Es ist die mittlerweile dritte größere bauliche Veränderung oder Erweiterung der Volks- und Mittelschule innerhalb der letzten zehn Jahre. Trotz einer seit vielen Jahren gleichbleibenden Bevölkerungszahl in der Gemeinde steigt der Raumbedarf an den Gräfelfinger Schulen kontinuierlich an. Die Zahl der Kinder nimmt ebenso zu wie die zusätzlichen Aufgaben der Schulen. Elisabeth Breiter, Leiterin des gemeindlichen Bauamtes, muss sich deshalb alle paar Jahre mit einem Schulneubau befassen. Auf dem Gelände der Volksschule, sagt sie, sei nun aber Schluss. „Jetzt haben wir hier keinen Platz mehr.“

Schon die Planung und der Bau des neuen Traktes war eine Herausforderung. Die Schule rückt deutlich näher an die benachbarten Wohnhäuser heran. Mehrfach musste sich die Bauamtsleiterin mit den Nachbarn treffen, die wenig erfreut gewesen seien. Mehrere Bäume, darunter eine mächtige Eiche, mussten weichen. Für den Innenbereich zwischen „Schwarzer Schule“, den sogenannten Trakten Rot I, Rot II und dem Neubau, der bislang noch den Arbeitstitel „Anbau Süd“ trägt, war eine komplizierte Neuplanung des terrassierten Geländes notwendig. Trotzdem scheint es derzeit, als könnte der Zeitplan eingehalten werden. „Wie es aussieht, können wir ab Weihnachten wetterunabhängig weiterbauen“, sagt Breiter.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 könnte der rund elf Millionen Euro teure Anbau vielleicht schon zur Verfügung stehen. Die Raumnot von Volks- und Mittelschule wäre damit gelindert und die Planung – bisher ein stetiges Hin-und-her-Geschiebe, an dem auch das benachbarte Kurt-Huber-Gymnasium mittlerweile beteiligt ist – würde wieder leichter werden. Wenn der Bedarf die Bautätigkeit nicht ein weiteres Mal überholt.

Auf Bauamtsleiterin Breiter wartet danach wohl bald die nächste Maßnahme für die Gräfelfinger Schulen. Die Turnhalle und das Schwimmbad auf dem Schulcampus sollen irgendwann durch einen Neubau jenseits der Adalbert--Stifter-Straße ersetzt werden. Dann könnten die alten Sportstätten abgerissen werden, womit in einigen Jahren dann zumindest wieder Platz für weitere Schul-Neubauten vorhanden wäre.

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