Die Neurieder Pfadfinder vom Stamm der Bären beim Stockbrotgrillen am Tag der offenen Tür 2009
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Die Pfadfinder vom Stamm der Bären waren mehr als 45 Jahre in Neuried beheimatet. Jetzt ziehen sie voraussichtlich nach Planegg um. Das ehemalige Fußball-Vereinsheim an der Zugspitzstraße durften sie seit 2009 nutzen, unser Foto zeigt Kinder beim Stockbrotgrillen im selben Jahr. Aus Sicherheitsgründen mussten sie ihr Domizil räumen.

Grundstück in Planegg in Aussicht

Neue Bleibe für die Pfadfinder

  • Andreas Deny
    vonAndreas Deny
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Die Suche der Neurieder Pfadfinder nach einem neuen Domizil scheint ein Ende zu haben. In Planegg haben sie ein Grundstück in Aussicht – auf dem Gelände des Feodor-Lynen-Gymnasiums.

Würmtal – Seit mehr als einem Jahr sind die Neurieder Pfadfinder vom Stamm der Bären ohne Heimat. Ihre langjährige Bleibe im ehemaligen Fußball-Vereinsheim des TSV Neuried an der heutigen Zugspitzstraße mussten sie Ende 2019 verlassen, nachdem die Gemeinde die Nutzung des alten Holzhauses aus Sicherheitsgründen untersagt hatte. Die Suche nach einer Alternative in Neuried blieb erfolglos. Auf Vermittlung der Planegger Gemeinderätin Adeline Spieleder und Antrag der CSU-Fraktion tut sich jetzt aber in der Nachbargemeinde eine neue Option auf: eine Fläche auf dem Gelände des Feodor-Lynen-Gymnasiums nahe dem Schulsportplatz.

Erst Fragen der Erschließung klären

Der Haupt-, Finanz- und Kulturausschusss des Gemeinderats befürwortete in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, das Grundstück zur Aufstellung eines Bauwagens zur Verfügung zu stellen. Bevor endgültig grünes Licht gegeben wird, sollen noch Fragen der Erschließung hinsichtlich Wasser, Abwasser und Strom sowie die dadurch entstehenden Kosten geklärt werden. Für die Pfadfinder vom Stamm der Bären, die 1975 in Neuried gegründet wurden, ist es nicht der erste Umzug: Einen ehemaligen Zirkuswagen am Kraillinger Weg hatten sie wegen des Neubaugebietes räumen müssen, das Ammerhäusl an der Gautinger Straße wegen eines Wasserrohrbruchs.

Pfardfinder in Planegg willkommen

„Es ist wunderbar, dass wir die Pfadfinder hier begrüßen dürfen“, sagte Judith Grimme (Grüne). Peter von Schall-Riaucour (FDP-Fraktion) sprach von eine idealen Ergänzung für das Planegger Vereinsleben. Er regte an, dass die Pfadfinder insbesondere bei schlechtem Wetter auch das Vereinsheim der Naturfreunde Würmtal nutzen können. Vereine seien dort „jederzeit herzlich willkommen“, erklärte Roman Brugger (SPD). Stefan Schaudig, Geschäftsleiter der Gemeinde, hielt die Einrichtung einer Toilette für sinnvoll. „Dies würde auch anderen zugute kommen“, sagte er mit Blick auf die Sportstätten auf dem Areal.

Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres halbiert

Rover Fabian Sommer, der mit mehreren Pfadfindern der Sitzung im Kupferhaus beiwohnte, bedankte sich für das Entgegenkommen der Gemeinde. Er bat darum, das Grundstück einzuzäunen, um den Bauwagen vor Vandalismus zu schützen. Laut Sommer hat sich die Zahl der Mitglieder durch das Fehlen einer Unterkunft und Corona innerhalb gut eines Jahres halbiert, da man keine Gruppenstunden anbieten konnte. Derzeit zähle man lediglich noch 15 Mitglieder, wovon drei aus Planegg kommen. Im Ausschuss gab es die Hoffnung, dass künftig weitere Kinder aus der Gemeinde das naturnahe Angebot nutzen werden.

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