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„Damit kommen wir schon ganz gut hin“: Landrat Christoph Göbel (r.) sieht mit der anstehenden Errichtung der Asylunterkunft mit 88 Plätzen im Maxhofweg einigermaßen im Soll.

Neue Flüchtlingszuweisungen

Landrat Göbel: Turnhallen diesmal tabu

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Landrat Christoph Göbel rechnet schon im Dezember mit neuen Zuweisungen von Asylbewerbern. Turnhallen sind diesmal für ihn tabu.

Dass Göbel nicht gewillt ist, nochmals Turnhallen in Notunterkünfte zu verwandeln, machte er auf der Neurieder Bürgerversammlung klar. Monatelang schien die Unterbringung von Asylbewerbern kein Thema mehr. Die Regierung von Oberbayern verhängte gar im Frühjahr einen Planungsstopp für weitere Unterkünfte. Davon betroffen waren auch drei am Maxhofweg in Neuried geplante Häuser für insgesamt 88 Personen. Inzwischen darf wieder geplant werden, das Problem der Zuwegung konnte gelöst werden. Der Vertrag mit dem Investor sei noch nicht unterschrieben, der Bauantrag noch nicht gestellt, so Göbel. Aber: „Wir rechnen mit einer Fertigstellung im Juni oder Juli.“ Bis dahin kann Neuried mit kleineren Unterkunftsmöglichkeiten dienen. 23 Asylbewerber leben derzeit in der Gemeinde, 153 müsste Neuried laut Verteilungsschlüssel aufnehmen. Dem Landkreis steht laut Bürgermeister Harald Zipfel ein weiteres Haus für zehn Personen im Gemeindegebiet zur Verfügung. Ab Dezember können zusätzlich bis zu zehn Personen im Erdgeschoss des Hauses der Stark-Stiftung am Heimgartenweg untergebracht werden.

Gut möglich, dass der Kreis schon rasch darauf zurückgreifen muss. Die Regierung von Oberbayern informierte das Landratsamt Anfang dieser Woche, auch vor dem Hintergrund der Schließung der Bayernkaserne zum Jahresende, dass ihre Aufnahmekapazitäten erschöpft seien, und rief dazu auf, wieder wöchentlich freie Kapazitäten zu melden. Ende vergangenen Jahres war die Zuweisung an den Kreis München von 111 auf 145 Personen pro Woche erhöht worden, Ende Februar wurde dann wieder auf 56 reduziert. Seit April mussten keine freien Plätze mehr gemeldet werden. Es kam nur noch vereinzelt zu Zuweisungen, bei Familienzusammenführungen oder auf freiwillige Freiplatzmeldungen hin.

„Wir haben im Moment einen noch vergleichsweise niedrigen Zugang von Asylbewerbern im Landkreis“, so Göbel. Rund 4500 seien in den 29 Städten und Gemeinden im Kreis München untergebracht. Der Landrat erwartet nicht, dass es so bleibt, betonte bei seinem Grußwort in der Neurieder Mehrzweckhalle aber: „Ich werde auf keinen Fall mehr in irgendwelche Turnhallen im Landkreis gehen.“ Im vergangenen Jahr, als eine Halle des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums und die des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasiums Notunterkunft wurden, „hat uns das überraschend getroffen“, so Göbel. „Aber jetzt hatten wir genug Zeit, uns vorzubereiten.“ Im Landkreis stehen in Oberhaching und Grünwald Traglufthallen, die zur Unterbringung dienten, leer. Die Halle in Unterföhring wird die Tage geräumt. Eigentlich sollen die Hallen abgebaut werden. Weiter in Betrieb sind eine Traglufthalle in Haar und eine in Unterhaching.

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