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Neue Herrscher fürs närrische Volk

Würmtal - Mit einem dreifachen „Ramasuri“, ihrem traditionellen Faschingsruf, hat die „Würmesia“ am Sonntag die närrische Saison eingeläutet. Im Rahmen eines Galaballs inthronisierte Würmesia-Präsident Hans Kolß „seine Tollität“ Prinz Dominik I. und „ihre Lieblichkeit“ Prinzessin Franziska I. als neues Prinzenpaar.

Höhepunkt des Balls im Festsaal der Gaststätte Heide-Volm war die Verleihung des Großen Morisken-Ordens an die Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone.

Es ist alljährlich ein großes Event: Zum Inthronisationsball der Würmesia kommen Faschingsgesellschaften aus der gesamten Region nach Planegg. Zu Klängen der Showband Sigi Sterr legte das scheidende Prinzenpaar Nina I. und Benny I. noch einen Walzer aufs Parkett, derweil sich hinter der Bühne bereits ihre Nachfolger Franziska I. und Dominik I. in türkisblauen Ballroben für ihren Auftritt rüsteten. Als Zeichen der Macht überreichte Würmesia-Präsident Hans Kolß dem neuen Faschings-Prinzen-Paar Zepter und Reichsapfel. Auch Planeggs Bürgermeisterin Annemarie Detsch musste den neuen Machthabern huldigen und ihnen die Rathaus-Schlüssel übergeben. „Dieses Jahr sehe ich das von der anderen Seite“, meinte die frisch gekürte Prinzessin Franziska. Denn die 22-jährige Münchnerin tanzte zuvor in der Garde. Freudestrahlend nahm auch das Kinder-Prinzen-Paar Frederic I. und Pia I. die Insignien der Macht entgegen. Bis März ist das Würmesia-Prinzenpaar an Wochenenden voraussichtlich ausgebucht. Wie viel Auftritte es werden, sei momentan aber noch unklar, sagt Franziska Ostermeier.

Höhepunkt der Gala war die Verleihung des „Großen Morisken“ an Christel Sembach-Krone. Nach ihrem eigenen Auftritt als Dressurreiterin im Münchner Zirkus nahm ihre Adoptivtochter Jana Mandana Lacey-Krone die Auszeichnung zu fortgeschrittener Stunde stellvertretend entgegen. Aus gesundheitlichen Gründen hatte die Preisträgerin nicht selbst erscheinen können.

Legendär seien Christel Sembach-Krones Auftritte mit ihrem andalusischen Schimmelhengst gewesen, sagte Laudator Helmut Bauer, Leiter der Sammlung Angewandte Kunst im Stadtmuseum München. Ohne Sattel und Zaumzeug habe die Dressurreiterin „Etüden der klassischen Schule“ gezeigt. Um das Publikum für diese edlen Tiere zu begeistern, habe sie als Erste Araberhengste in die Manege geschickt. Die heute 77-jährige Zirkusdirektorin habe auch rechtzeitig vorgesorgt: Mit Dressurreiterin Jana Mandana habe sich die Enkelin des Zirkus-Gründers Carl Krone früh „für eine würdige Nachfolgerin“ entschieden.

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