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Schnell zu errichten: So könnte eine Leichtbauhalle aussehen, wie sie der Landkreis Starnberg derzeit plant.

Landkreis verteilt Asylbewerber nach Quoten

Krailling soll 255 Flüchtlinge aufnehmen

Krailling - Im April sollen Asylbewerber das Containerdorf auf der Kraillinger Sanatoriumswiese beziehen. Doch die dort ursprünglich geplanten 96 Plätze reichen längst nicht mehr. Bis Ende 2016 sollen 255 Flüchtlinge in der Gemeinde untergebracht werden.

Jede Woche kommen im Schnitt 53 Asylbewerber in den Landkreis Starnberg. Rund 1900 Flüchtlinge sind derzeit im Fünf-Seen-Land untergebracht, bis Ende 2016 werden es zirka 4400 sein, so die Prognose. In einer Dienstbesprechung kamen die Bürgermeister jetzt überein, die Flüchtlinge proportional zur jeweiligen Einwohnerzahl aufzuteilen. Für die Würmtal-Gemeinden heißt dies, dass Krailling 6 Prozent und Gauting 15 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen muss.

Krailling erfüllt dies¡e Quote derzeit nicht annähernd, nur 17 Asylbewerber leben im Ort. Das Soll liegt schon heute bei 93. Und auch Mitte des Jahres, wenn die neue Asylbewerberunterkunft auf der Sanatoriumswiese steht, werden mehr als 60 Plätze fehlen. Das Containerdorf soll deshalb auf 144 Plätze erweitert werden.

Gleichzeitig ist die Gemeinde angehalten, weitere Gemeindegrundstücke für Unterkünfte bereitzustellen. „Das Landratsamt braucht eine schnelle Entscheidung“, sagte Borst am Mittwoch im Gemeinderat. Da keine weiteren Container erhältlich sind, setzt der Kreis inzwischen auf Leichtbauhallen, die sich schnell errichten lassen; bis zu ein Dutzend Flächen sollen hierfür gefunden werden. Ein geeignetes Areal in Krailling hat sich das Landratsamt schon ausgeschaut: die Fläche zwischen Römerstraße und der Sportanlage des TSV Pentenried. Eine derart große (50 x 20 Meter), für 120 Personen ausgelegte Halle in einen kleinen Ortsteil zu stellen, hielt Andrea Schulte-Krauss (Grüne) für problematisch. Die Flüchtlinge stellten dann immerhin rund 16 Prozent der Bevölkerung, so die Pentenriederin. Zudem gebe es wenig Einkaufsmöglichkeiten. Bürgermeisterin Borst betonte, dass es noch keinerlei Entscheidung gebe: „Beruhigen Sie die Pentenrieder.“

Richard Siebler (CSU-Fraktion) sprach sich dafür aus, statt einer großen Halle lieber kleinere Einheiten zu errichten. Das sah auch Werner Engl (Grüne) so, die dadurch entstehenden Kostenunterschiede seien minimal. Rudolf Heidrich (FBK) brachte als Standort das Kultart-Gelände ins Spiel. Die Halle könne man dort später weiter nutzen und sich das teure Aufstellen eines Festival-Zeltes sparen. Als weiterer Standort wurde das so genannte Antennenfeld an der Pentenrieder Straße ins Gespräch gebracht. Sebastian Sefzig (FDP) schlug gar vor, das Privatgrundstück des ehemaligen Schabernack in Erwägung zu ziehen.

Im Hinblick auf die zunehmende Bevölkerungszahl muss Krailling auch schnell den Wohnungsbau forcieren. Hierfür wird laut Borst ein Grundstück von 3000 bis 4000 m2 benötigt. Mit der Suche nach geeigneten Flächen für eine Asylbewerberunterkunft sowie den einfachen Wohnungsbau soll ein Arbeitskreis beauftragt werden.

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