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Südlich des Hettlage-Gebäudes , zwischen M4, Zugspitz- und Starnberger Straße, soll in Neuried ein neues Wohngebiet für bis zu 390 Menschen entstehen.

Hettlage-Areal

Neue Wohnungen für fast 400 Bürger

Neuried - Auf dem Hettlage-Areal soll es neben dem bislang avisierten Gewerbegebiet jetzt auch ein Wohngebiet mit bis zu 200 Wohnungen geben. Der Bauausschuss verständigte sich auf ein Vorab-Konzept, das jedoch erst noch dem Gemeinderat vorgestellt werden muss.

Die bisherige Planung für das neu zu gestaltende Gebiet westlich der Starnberger Straße und östlich der Kreisstraße M 4 – eine 20 000 Quadratmeter große Nutzfläche für Gewerbe (wir berichteten) – soll durch ein allgemeines Wohngebiet mit 12 000 Quadratmetern erweitert werden. Architekt Maximilian Maier vom Münchner Architektenbüro Maier/ Neuberger erläuterte dem Neurieder Bauausschuss am Dienstag die wesentlichen Punkte.

Die Unterteilung des Hettlage-Areals könnte wie folgt aussehen: Der nördliche Teil wird reines Gewerbegebiet mit momentan sechs angedachten Gebäuden, darunter bereits fixiert ein Hotel, Gastronomie und biotechnisches Gewerbe, während auf dem südlichen Teil hin zur Zugspitzstraße Wohngebäude für bis zu 390 Menschen entstehen könnten. Essentiell bei dieser Planung sei der Umgang mit den Lärmemissionen zwischen den Gebieten gewesen, so Maier. Durch die abfallenden Geschosshöhen vom Gewerbe- zum Wohngebiet würde man einiges an Lautstärke abfangen. Bauamtsleiterin Dagmar Hasler: „Dieses Konzept sieht momentan vor, dass wir eine Gebäudehöhe von ungefähr 20 Meter im nördlichen Gewerbegebiet haben und nach Süden hin absinken auf rund 15 Meter.“ Dies bedeute fünf bis sechs Geschosse im nördlichen Teil und sechs bis sieben Stockwerke bei den angedachten Wohnhäusern. „Wobei die fünf bis sechs gewerblichen Stockwerke grundsätzlich größere Raumhöhen aufweisen“, so Hasler.

Auch Grünzüge und der Vorschlag, einen durchgehenden, langen Riegel parallel zur Erschließungsstraße, die eine Zäsur zwischen den beiden Baugebieten bilde, zu errichten, würden zusätzlichen Lärmschutz bringen, erläuterte Architekt Maier. Dieser Riegel, links und rechts flankiert von weiteren Wohnhäusern, sowie zwei locker nebeneinander platzierte Gebäude im Süden schafften so eine ruhige Innenhofsituation für die Bewohner mit hoher Wohnqualität. Maier sprach von „passivem Lärmschutz durch Situierung der Häuser und Geschosshöhen.“

Die von der M4 ausgehende Erschließungsstraße bilde die Zufahrt zu beiden Gebieten sowie auch zu zwei Tiefgaragen, eine fürs Gewerbe und eine für den Wohnbereich. Details über Wohnungsgrößen liegen allerdings noch nicht vor. Es handle sich ja lediglich um eine Art Skizze, die im Ausschuss vorgestellt wurde, betonte Bauamtsleiterin Dagmar Hasler.

Derzeit existiert nur der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Die Gemeinde hofft jedoch im Frühjahr mit den ersten konkreten Planungen, inklusive Bürger- und Behördenbeteiligung, beginnen zu können. Bis der Bebauungsplan dann rechtskräftig werde, könne aber noch ein Jahr ins Land gehen. Wann dann Baubeginn sei, liege im Ermessen des Investors, wobei Hasler von einer Fertigstellung 2019 ausgeht. Das sei realistisch.

Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten dem Vorschlag, das Hettlage-Areal in dieser Weise zu bebauen, grundsätzlich zu. Sie äußerten jedoch auch Bedenken hinsichtlich der unterschiedlichen Geschosshöhen, einer möglichen Verschattung durch zu langgezogene Gebäude, der Menge der gewerblichen Ansiedlung und einer doch deutlichen Steigerung der Einwohnerzahl. Der Bauausschuss beschloss deshalb, das Vorab-Konzept erst einmal dem Gemeinderat auf dessen Sitzung Ende Januar vorzustellen.

Carolin Högel

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