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„ B is auf sechs Züge ist alles raus“: Seit Oktober 2016 wird der in Krailling eingelagerte Treibstoff zurück in die Tschechische Republik transportiert.

Kraillinger Tanklager bleibt Tanklager

Neuer Eigentümer schließt ersten Vertrag

Die Tanks des Kraillinger Tanklagers sind so gut wie leer. Jetzt steht auch fest, was künftig auf dem Gelände passieren soll.

Krailling – Jetzt ist es raus. Das Öl in großen Teilen und die Nachricht, was die Zukunft bringen wird. Kraillings Tanklager wird auch von der neuen Besitzerin, der Firma „Krailling Oils Development“ (KOD) in gewohnter Art und Weise genutzt werden. „Es wird weiter als Tanklager betrieben, höchstwahrscheinlich für Dieselkraftstoff“, sagt Rechtsanwalt Andreas Thürauf, der die Interessen der KOD vertritt, auf Anfrage.

Das Unternehmen will dennoch andere Wege gehen als seine Vorgängerin, die Viktoriagruppe AG, die schließlich Insolvenz anmelden musste. Diese lagerte Erdölreserven für die Republik Tschechien ein. KOD werde nicht in den Dienst von Staaten treten, sondern für kommerzielle Dritte einlagern. „Es gibt bereits einen festen Vertrag mit einem großen Unternehmen“, sagt Thürauf. Welche Firma dies sei, dürfe er nicht verraten. Es handle sich aber um ein namhaftes, großes Unternehmen aus der Ölkraftstoffbranche. „Es ist kein Hinterhofölhändler“, versichert der Rechtsanwalt. Zudem stehe „Krailling Oils Development“ mit zwei weiteren Unternehmen in Verhandlungen. „Die haben noch nicht unterschrieben.“ Doch Thürauf meint, es sehe gut aus. „Es werden künftig größere Mengen eingelagert“ als noch zu Zeiten der Viktoriagruppe AG, erklärt er.

Was den Zugverkehr betreffe, werde sich aber nichts ändern. „Im Vergleich zu jetzt wird es weniger“, meint er. Schließlich seien dort in jüngster Zeit bis zu drei Züge wöchentlich verkehrt, um das Tanklager schnellstmöglich zu leeren und seiner künftigen Nutzung zuzuführen.

Seit Freitag ist nicht nur die Nachricht raus, wofür das Tanklager künftig genützt werden soll. Auch wann die KOD endlich selbst tätig werden kann, steht jetzt so gut wie fest. Denn bislang war die Eigentümerin vertraglich verpflichtet, erst alle Tanks zu leeren und den Inhalt in die Tschechische Republik auszulagern (wir berichteten) „Bis auf sechs Züge ist alles raus“, erklärte Thürauf jetzt erfreut. Die Leerung des Tanklagers hatte sich eine Weile hingezogen. Fast 80 Millionen Liter Treibstoff hatte die Tschechische Republik seit November 2009 in Krailling eingelagert. Ein Teil soll fehlen, wie viel genau, werde sich aber erst in drei bis vier Wochen herausstellen, wenn die Tanks komplett leer gepumpt sind und der letzte Kesselzug abgefertigt ist.

Wenn alles abtransportiert ist, wird nicht nur in Tschechien Bilanz gezogen. Dann kann die KOD auf ihrem Gelände ihre eigenen Pläne realisieren. „Manche Tanks müssen noch geputzt und geprüft werden“, erklärt Thürauf. In anderen sei dies schon passiert. Diese könnten sofort gefüllt werden. Die „Krailling Oils Development“ ist bereit, durchzustarten.

Victoria Strachwitz

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