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Neue Hochpunkte: Vier Hochhäuser mit bis zu 16 Stockwerken sind an der Forst-Kas ten-Allee geplant. Sie könnten so aussehen wie in dieser Visualisierung des Büros LIN Architekten, das den Planungswettbewerb gewann.

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Neuried

600 neue Wohnungen im Eiltempo

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In Fürstenried-West entstehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Neuried 600 neue Wohnungen. Die Kommunikation der Landeshauptstadt nennt Neurieds Bürgermeister ein „Unding“.

Neuried – München wächst, und die Landeshauptstadt versucht, dem wachsenden Wohnungsbedarf hinterherzukommen. Mit einem Tempo, das den Umlandgemeinden nicht immer passt. Die Kommunikation im Fall der 600 neuen Wohnungen, die in den nächsten fünf Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zu seiner Gemeinde entstehen sollen, nennt Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel „ein Unding“.

Die Planungsabsichten der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) zur Erweiterung ihrer Wohnsiedlung, die Teil der zwischen 1961 und 1970 errichteten Großwohnanlage Fürstenried West mit insgesamt 4000 Wohnungen ist, sind bereits seit Ende 2015 bekannt. Im Herbst 2016 endete ein Architekten-Wettbewerb. Seitdem wurde der Siegerentwurf weiterentwickelt und ist nun so weit, dass die Stadt die Rechtsgrundlage für seine Umsetzung schaffen will. Sie hat aus mehreren alten Bebauungsplänen für das Gebiet an der Appenzeller Straße, der Forst-Kasten-Allee und der Bellinzonastraße einen neuen Bebauungsplan-Entwurf entwickelt, der seit dem 26. Juni öffentlich einsehbar ist.

Derzeit gehören der BVK in Fürstenried West ein 14-geschossiges Hochhaus nahe der Forstenrieder Straße und rund 40 weitere Gebäude mit bis zu neun Stockwerken, 1500 Wohnungen insgesamt. Ein Teil der Häuser soll nun aufgestockt werden, andere Häuser mit Anbauten erweitert werden. Neun Gebäude sollen neu hinzukommen, darunter drei Hochhäuser mit 14 und 16 Geschossen an der Forst-Kasten-Allee. Ein Bestandsgebäude an der Forst-Kasten-Allee wird abgerissen und durch ein 15-geschossiges Hochhaus ersetzt.

Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird auch die Gemeinde Neuried als Betroffene gehört. Doch die dafür eingeräumte Frist stört Zipfel massiv. „Bei uns ist am 22. Juni ein Schreiben eingegangen, dass wir bis zum 10. Juli Stellung nehmen sollen. Deshalb habe man das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung für die Gemeinderatssitzung am heutigen Dienstag genommen (Sitzungssaal in der Mehrzweckhalle, ab 19 Uhr).

Zipfel geht davon aus, dass die Planung Auswirkungen auf Neuried haben wird. „Sicher wird es mehr Verkehr geben“, sagt er. Laut Prognose sind es 2000 Fahrzeuge am Tag. „Und es könnte sein, dass der auch über Neuried fließt, wenn es sich auf den Zufahrtsstraßen in München staut.“ Zudem bezweifelt er, dass ausreichend neue Parkplätze entstehen. Auch auf Neurieder Gebiet könne sich der Parkdruck erhöhen.“

Weitere Informationen für die Öffentlichkeit soll es auf einer Informationsveranstaltung am 11. Juli um 19 Uhr im Bürgersaal Forstenried geben.

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