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Im nördlichen Teil des Geländes soll Gewerbe angesiedelt werden: Für Gastronomie im Flachbau ganz vorne, ein Hotel im verwinkelten Gebäude dahinter und Labors im großen Riegel links muss der Bebaungsplan geändert werden. In den drei weiteren Bauten sind Büros geplant.

Städtebauliche Verträge in Vorbereitung

Hettlage-Areal: Es geht voran

Neuried  - „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt ein offenkundig zufriedener Bürgermeister Harald Zipfel mit Blick auf das Neurieder Dauerproblem Hettlage-Areal. Denn es geht endlich voran.

Jahrelang waren sich Investor Andreas Lesser und Gemeinde nicht über die Bebauung auf dem sogenannten „Quartier an der M4“ einig gewesen. Im Juli dieses Jahres äußerte sich der Bauausschuss schließlich äußerst positiv zum neuesten von Lesser vorgestellten Konzept (wir berichteten). Die für den Bebauungsplan nötigen Vorbereitungen laufen inzwischen. „Derzeit werden Vorgespräche in Verwaltung und mit Investoren geführt, die in einen Bebauungsplan münden sollen“, berichtet Neurieds Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Zudem sei man derzeit dabei, städtebauliche Verträge abzuschließen. Nächste Woche soll der Bauausschuss dann in seiner Sitzung dem Gemeinderat das Fassen eines Aufstellungsbeschlusses empfehlen.

Lesser ist zufrieden mit dem Fortschritt. „Die Abstimmung mit der Gemeinde funktioniert.“ Der Investor rechnet damit, dass im Sommer 2017 ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt. Für Unternehmen, die Interesse an einer Miete der geplanten gewerblichen Räumlichkeiten haben, sei dies unverzichtbar. „Die Firmen wissen dann ganz einfach Bescheid, was möglich ist – mit einer rechtlichen Absicherung.“ Es sei folglich wichtig, dass die Gemeinde jetzt agiere. „Firmen planen kurzfristig.“ Man verlasse sich nicht auf das reine Wort von Eigentümer und Gemeinde, dass in einem Jahr wirklich Klarheit herrsche.

Auch Hasler zeigt sich zuversichtlich, wenngleich sie mit zeitlichen Schätzungen vorsichtig ist: „Im Sommer fertig zu sein, wäre der Optimalfall.“ Es seien immerhin einige Behörden beteiligt. Außerdem gebe es auch von Investorenseite noch Gutachten einzuholen. „Aber ich denke, dass die Bauleitplanung im Laufe des Jahres 2017 abgeschlossen wird.“

Rund 25 000 Quadratmeter Nutzfläche für Gewerbe sollen auf zwei Dritteln des Geländes entstehen, darunter auch Hotel und Gastronomiebetrieb, die im bisherigen Bebauungsplan ebenso wenig vorgesehen sind wie Laborräume. Das soll nun geändert werden – wenn der Gemeinderat seine Zustimmung gibt. Für die Konkurrenzfähigkeit mit den umliegenden Gewerbestandorten sei dies unverzichtbar, so Lesser. Mit der vom Investor präsentierten Planung des gewerblichen Bereichs ist Bürgermeister Zipfel äußerst zufrieden: Diese sei „sehr schön“. Inwieweit zusätzlich Wohnungsbau auf dem Hettlage-Areal entsteht, sei noch unklar: „Der Gemeinderat hat noch nicht entschieden.“

Wenn der aktuelle Zeitplan aufgeht, könnten 2019 die Gebäude stehen und die Räumlichkeiten bezugsfertig sein. Dies sei ein realistisches Ziel, meint Lesser.

Michael Grözinger

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