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Rund 150 Neurieder kamen zur Bürgerversammlung in die Schulaula. Kritik an der Gemeinde gab es kaum.

Bürgerversammlung Neuried

Wenig Neues, kaum Erfreuliches

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Bürgermeister Harald Zipfel hatte auf der Neurieder Bürgerversammlung kaum Positives zu verkünden, erntete aber dennoch kaum Kritik.

Neuried – Harald Zipfel (SPD) versprach, sich möglichst kurz zu halten. Doch dann brauchte der Neurieder Bürgermeister doch eine gute halbe Stunde für seinen Bericht an die Bürger. Schließlich galt es am Donnerstag auf der jährlichen Bürgerversammlung, eine ganze Reihe von Bauprojekten zu erläutern, die die Gemeinde derzeit beschäftigen und belasten. In den meisten Fällen hatte Zipfel kaum Neues oder Erfreuliches zu berichten.

Die Mehrzweckhalle werde wohl weiter geschlossen bleiben, weil ein Gerichtsgutachten zur Beweissicherung von beklagten Baumängeln auf sich warten lasse. Und warten müsse auch die Entwicklung der Ortsmitte samt Rathausneubau. Die würde sich durch den wegen Statikproblemen erzwungenermaßen anstehenden Neubau eines Teils der Grundschule aus finanziellen und organisatorischen Gründen um zwei Jahre verzögern.

In Sachen Spurverengung und Tempolimit auf der Staatsstraße vor der Grundschule berichtete Zipfel von einer nach wie vor ablehnenden Haltung des zuständigen Staatlichen Straßenbauamtes. Immerhin werde es aber im Dezember eine Begehung vor Ort mit Vertretern der Behörde geben. Bei den Gemeindefinanzen musste Zipfel zumindest keine Hiobsbotschaften überbringen. Es gebe weiter eine gute Entwicklung bei der gemeindlichen Einkommenssteuer-Beteiligung. Die betrug schon im Vorjahr knapp 8 Millionen Euro. Dazu könnten die Gewerbesteuereinnahmen „heuer wieder in Richtung 2016 gehen“, sagte Zipfel. Im Vorjahr nahm die Gemeinde von den örtlichen Gewerbetreibenden rund 3,8 Millionen Euro ein. Und eine im Haushalt für 2017 geplante neuerliche Kreditaufnahme sei bisher nicht notwendig gewesen.

Rund 150 Bürger waren zur Bürgerversammlung gekommen. Kritik an der Gemeinde gab es kaum. Und die wenigen Wortmeldungen bezogen sich, wie oft in den letzten Jahren, überwiegend auf Verkehrsthemen, vor allem zur Staatsstraße 2344 und der Kreisstraße M4 und möglichen Maßnahmen zu Verkehrsberuhigung und Lärmschutz. Zipfel verwies auf gemeindliche Bemühungen, zuständig seien aber das Staatliche Bauamt und der Landkreis. Und die sähen bisher keinen Handlungsbedarf.

Siegfried Janscha, bisher Dienststellenleiter der Planegger Polizeiinspektion, berichtete von weniger angezeigten Straftaten und rückläufigen Unfallzahlen, jedoch von mehr Körperverletzungen und Personenschäden bei Unfällen. Janscha und sein für Neuried zuständiger Kontaktbeamter Richard Sommer wurden mit Applaus verabschiedet. Sie gehen demnächst in den Ruhestand. Für beide war es die letzte Bürgerversammlung in Neuried.

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