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Das alte Hettlage-Gebäude steht seit Jahren leer. Der Zutritt ist verboten. Jetzt ist ein Abriss absehbar.

Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht

Ein Bebauungsplan fürs Hettlage-Areal

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Neuried – Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Neuried hat einen weiteren Schritt in Richtung Bebauung des Hettlage-Geländes unternommen.

Er empfahl auf seiner Sitzung am Dienstag dem Gemeinderat, einen Aufstellungsbeschluss zu fassen und damit eine Änderung des Bebauungsplans zu ermöglichen. Dagegen war nur Michael Zimmermann (CSU).

Einst hieß es „Quartier an der M4“, und der Bebauungsplan trug die Nummer 21a. Nun soll der Plan die Nummer 52 bekommen und das Areal „Wohn- und Gewerbegebiet westlich der Starnberger Straße und östlich der Kreisstraße M4“ genannt werden. Bauamtsleiterin Dagmar Hasler liegt daran, dass irgendwann niemand mehr vom Hettlage-Gelände spricht. Mechthild von der Mülbe (SPD) nannte die neue Nummerierung „ein Zeichen für die neue Entwicklung“ und sprach von einem „großen Wurf“. CSU-Gemeinderat Zimmermann sah das anders: „Bisher war nur Gewerbe zugelassen, jetzt lassen wir auch Wohnbebauung zu, weil uns der Investor dazu zwingt. Wir sind eingeknickt. Das finde ich nicht richtig.“

Dieter Maier (Grüne) schlug vor, den Bebauungsplan in einen nördlichen Teil (Gewerbe) und einen südlichen (Wohnbau) aufzuteilen. Über den nördlichen Bereich, der zwei Drittel der Gesamtfläche ausmacht und Platz für rund 25 000 Quadratmeter Gewerbefläche unter anderem mit Gastronomie und Hotel bieten soll, herrscht im Gemeinderat weitgehend Einigkeit. Strittig ist die Wohnbebauung im Süden. Andreas Giese (CSU) unterstützte Maiers Anliegen: „Wir sollten Verzögerungen in der Bebauungsplanerstellung vermeiden. Da, wo wir sicher wissen, was wir wollen, sollten wir schnell Nägel mit Köpfen machen.“ Er ließ sich aber wie Maier von Bauamtsleiterin Hasler überzeugen: „Wenn sich im Verfahren herauskristallisieren sollte, dass sich ein Teil schneller verwirklichen lässt, kann man immer noch teilen.“ Der Gemeinderat entscheidet am Dienstag, 13. Dezember, über den Aufstellungsbeschluss (20 Uhr).

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