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Staatsminister a.D. zu Gast: Die CSU-Ortsverbandsvorsitzende Marianne Hellhuber und der CSU-Fraktionsvorsitzende im Neurieder Gemeinderat Michael Zimmermann (r.) begrüßten Erwin Huber. 

Erwin Huber gibt sich kämpferisch bei Neujahrsempfang der CSU Neuried

Einschwörung auf die kommenden zwölf Monate

Mit ihrem Neujahrsempfang hat der Neurieder CSU-Ortsverband das politische Jahr eröffnet. Die Aula der Grundschule war am Freitagabend gut gefüllt. Mit deutlichen Worten schworen Marianne Hellhuber, Ortsvorsitzende der CSU, und Hauptredner Erwin Huber, Staatsminister a.D., die Mitglieder auf die kommenden zwölf Monate ein.

Neuried – In ihrem Lagebericht gab sich die Ortsvorsitzende entschlossen: „Wir müssen mehr tun, um die Finanzkraft der Gemeinde nachhaltig zu stärken“, forderte sie. Die letzte Bürgerversammlung habe Anlass zum Nachdenken gegeben. Mit wachsender Sorge sehe die CSU, dass die Entwicklung der Gemeinde Neuried nur noch zäh vorankomme. Die Ansiedlung von neuem Gewerbe biete großes Potenzial, insbesondere für die Gestaltung der Dorfmitte.

Mit Blick auf das Hettlage-Gelände versprach sie Umsicht: „Wir sind dem Investor extrem weit entgegengekommen, um ihm die Nutzung des Areals zu ermöglichen. Wir müssen nun aufpassen, dass sich die Gebäuderiegel ins Ortsbild einfügen.“ Ein besonderes Augenmerk der CSU werde weiterhin auf der Verkehrspolitik liegen. „Wir müssen in den Wohngebieten die Verkehrssicherheit erhöhen“, so Hellhuber. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang die Einführung von Tempo 30 vor der Grundschule (wir berichteten). Auch das Vereinsleben wolle sie stärken. „Wenn wir schon 4,5 Millionen für die neue Schule ausgeben, dann sollten auch ausreichend Räume für die 1300 Mitglieder starke Musikschule enthalten sein.“ Insgesamt bestätigte Hellhuber die gute Zusammenarbeit in der Gemeinde beim Vorantreiben vieler Themen.

In Bestlaune schlug Erwin Huber einen deutlich kämpferischeren Ton an. Mehr tatkräftige „Zupacker“ brauche das Land: „ Aus 1000 Angsthasen wird kein Rennpferd.“ Er gestand zu, dass Globalisierung, Überfremdung und Digitalisierung den Bürger überforderten, rief aber zur Unterstützung der politischen Linie auf, um den Erfolg Bayerns fortsetzen zu können. „Seit 14 Jahren ist unser Haushalt schuldenfrei, wir haben beste Schulen, beste Sicherheit und bestes Wirtschaftswachstum.“

Klare Position bezog er in punkto Alternative für Deutschland (AfD). Wer rechtspopulistisch wähle, stärke im Endeffekt die Linken. „Mit weniger AfD und mehr CSU und CDU hätten wir schon längst eine Regierung.“ Er warnte: „Wer am 14. Oktober AfD wählt, schwächt und schädigt Bayern.“ Im Herbst wählt der Freistaat Bayern einen neuen Landtag. CSU-Spitzenkandidat für das Ministerpräsidentenamt ist der bayerische Finanzminister Markus Söder.

Geehrt wurden im Rahmen der Veranstaltung Hajo Forster für 50 Jahre Mitgliedschaft im CSU-Ortsverein. Hellhuber überreichte dem Neurieder Künstler und Gründer der acm Werbeagentur GmbH die Ehrennadel mit fünf Sternen. Ebenso wurde sein Sohn, Florian Forster, ausgezeichnet, für 20 Jahre Mitgliedschaft. Er erhielt die Ehrennadel mit zwei Sternen.

Alexandra Joepen-Schuster

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