Mehrzweckhalle

Firma bringt Unterlagen nicht bei

Eine erste Frist ist verstrichen, eine Verlängerung wurde gewährt. Der Bausachverständige, der die Mängel an der Neurieder Mehrzweckhalle beurteilen soll, wartet weiter auf Unterlagen. Mit einer Nutzung der Halle noch heuer rechnet in Neuried niemand mehr.

Neuried Verzögerungen im Beweissicherungsverfahren haben die Hoffnung zunichtegemacht, die Halle schon im Herbst wieder für den Schulsport oder kulturelle Veranstaltungen nutzen zu können. Ein vom Landgericht München bestellter Bausachverständiger hatte zwar Mitte August die Halle besichtigt, jedoch noch ohne endgültiges Ergebnis (wir berichteten). Er bestätigte lediglich im Wesentlichen die Mängel, die ein anderer Gutachter bereits Anfang dieses Jahres festgestellt hatte. Dieser monierte, dass Teile der Deckenverkleidung nicht sachgemäß montiert waren. Als Reaktion darauf wurde im Februar die erst 2016 eingeweihte Mehrzweckhalle aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Die Gemeinde möchte nicht auf den Kosten einer neuen Deckenverkleidung sitzen bleiben, sondern sieht die ausführende Firma und die Architekten in der Pflicht. Deswegen strebte sie ein Beweissicherungsverfahren an. „Der Gutachter vom Landgericht benötigt nun zur Prüfung der Standfestigkeit der reklamierten Deckenverkleidung Unterlagen von der ausführenden Firma“, erläutert Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Diese sollten eigentlich schon Anfang der Woche bei der Gemeinde eingegangen sein. Wegen Urlaub der Gegenseite verlängerte das Landgericht die Frist aber bis zum 25. September. Eine weitere Verzögerung, die nicht der Gemeinde angelastet werden könne, so Hasler.

Dass die Gemeinde nicht verantwortlich für die immer noch andauernde Schließung der Halle ist, wollte auch Gemeinderat Andreas Dorn am Dienstag im Bauausschuss klargestellt wissen: „Wir können nichts für diese Verzögerung.“ Dorn geht davon aus, dass in diesem Jahr die fehlerhafte Decke nicht mehr abgerissen oder nachgebessert werden kann. So lange es kein Gutachten gibt, dient diese nämlich als Beweismittel. Kann die ausführende Firma die geforderten Unterlagen nicht bis Montag beibringen, dann muss ein neues Ingenieurbüro für Statik beauftragt werden, so Hasler. Ein neues Gutachten wird notwendig, das wieder Zeit kosten wird. Ein Unding, findet Bürgermeister Harald Zipfel.

Carolin Högel

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