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Der beliebte Erlebnispfad „Timberland-Trail“ im Forstenrieder Park bei Neuried bleibt erhalten. 

Forstenrieder Park

Beliebter Erlebnispfad bleibt erhalten

Neurieder Bürger haben Sorge, dass der Walderlebnispfad im Forstenrieder Park nach Fällarbeiten nicht länger nutzbar ist.  

Neuried– Wer in letzter Zeit einen Ausflug in den Forstenrieder Park gemacht hat, dürfte nicht schlecht gestaunt haben. Wo normalerweise der Walderlebnispfad zum Entdecken und Austoben einlädt, versperrten dicke Äste und Baumstämme den Weg. Tiefe, mit Wasser gefüllte Furchen machten die Strecke stellenweise unpassierbar. Anwohner sorgten sich bereits um das Fortbestehen des Pfades.

„Vor allem bei Schulklassen und Kindergartengruppen ist der Erlebnispfad sehr beliebt“, erzählt Gottfried Grill. Der Neurieder ist in unmittelbarer Nähe zum Forstenrieder Park aufgewachsen und dreht noch heute mehrmals wöchentlich seine Runden durch den Wald. Seit Wochen wundert er sich über die Spuren, die offenbar von schweren Fahrzeugen herrühren, sowie den schwindenden Baumbestand.

Wilhelm Seerieder, Leiter der Forstbetriebe München, gibt jedoch Entwarnung. „Es handelt sich lediglich um einen Pflegehieb zugunsten der alten Eichen“, so Seerieder. Die Maßnahme, der ausschließlich schwache Bäume zum Opfer gefallen seien, soll vor allem dem Kronenausbau der verbliebenen Eichen dienen. Während der Arbeiten habe das Astholz den Erlebnispfad versperrt. Jetzt sei der sogenannte Timberland-Trail aber wieder frei zugänglich.

Initiiert hatte den 2,5 Kilometer langen Pfad der Verein Bergwaldprojekt. Das Unternehmen mit Sitz in Würzburg war über die Pflegemaßnahme der Bayerischen Staatsforsten informiert. Und hat auch selbst einige Veränderungen am Pfad vorgenommen. So wurde der beliebte Kletterwürfel bereits im Herbst letzten Jahres abgebaut. „Aus Sicherheitsgründen“, sagt Peter Naumann. Der Forstingenieur ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins zuständig.

Sobald der Schnee geschmolzen ist, soll das Objekt aber durch ein neues Klettergerüst ersetzt werden. Für Naturliebhaber gebe es jedenfalls keinen Grund zur Sorge. Naumann: „Der Trail bleibt auf jeden Fall erhalten.“

Karin Priehler

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