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Attraktion für Familien: Das Kinderland mit Minigolfanlage und Hüpfburg im Westen des Forsthauses. Die Anlage steht jedoch im Widerspruch zu den Zielen des Landschaftsschutzes.

Forsthaus Kasten

Kinderland soll verschwinden

Neuried  - Die Erweiterung des Forsthauses Kasten um ein zusätzliches Gebäude für Veranstaltungen scheint gebilligt zu werden. Dafür sind die Tage der Freizeitanlage mit Minigolfplatz und Hüpfburg wohl gezählt.

Seit vielen Jahren hat das Forsthaus Kasten immer wieder seine Bebauung erweitert. Zu Wirtshaus und Biergarten gesellten sich nach und nach einige Hütten wie der Steckerlfisch-Verkaufsstand oder Freizeitmöglichkeiten wie die Minigolfanlage. Da der Bebauungsplan derartige Änderungen bislang nicht zugelassen hatte, wurde dieser in der Bauausschusssitzung am Dienstag nun angepasst.

„Wir müssen eine Rechtsgrundlage für die weitere Entwicklung schaffen“, sagte Oliver Prells vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, der dem Gremium den modifizierten Bebauungsplan vorstellte. So solle den Wirtsleuten Barsy die Möglichkeit gegeben werden, den seit Jahren gewünschten Veranstaltungssaal zu erhalten. Ein Gebäudeneubau an der Südwest-Seite des Biergartens sei hierfür am geschicktesten. Dieser Vorschlag stammt ursprünglich von der Paulaner-Brauerei, von der das Wirts-Ehepaar das Gelände gepachtet hat. Prells gab hierfür sein Einverständnis. Ebenso für den Kinderspielplatz, das Tiergehege, den Kräutergarten, die Saisonstellplätze für Autos und das Pflanzenlabyrinth, die er allesamt als spezifizierte Grünflächen auswies.

Probleme bereite lediglich das sogenannte Kinderland Forst Kasten im Westen des Geländes. Der nicht natürlich angelegte Minigolfplatz sowie die Hüpfburgen und Trampoline stünden im Widerspruch zu den Zielen des Landschaftsschutzes. Entsprechend wies der Stadtplaner diese Fläche lediglich als Spielwiese aus, auf der Kinder zwar auf beispielsweise liegenden Baumstämmen klettern könnten, Aufbauten wie bislang jedoch nicht geduldet würden.

Paolo Brenner (CSU) hielt dies für den falschen Ansatz: „Viele fahren extra wegen diesem Angebot dorthin.“ Unterstützung erhielt er von Parteikollege Michael Zimmermann: „Der Spielplatz im Osten ist nur etwas für Kleinkinder. Auf der Spielwiese brauchen wir eine Attraktion für die Älteren.“ Birgit Zipfel (Grüne) hingegen stimmte Prells zu: „Die Spielwiese hat ihre Berechtigung, aber nicht so wie bisher.“ Und auch Robert Hrasky meinte, ein Minigolfplatz gehöre richtig angelegt und nicht nur hingesetzt.

Bürgermeister Harald Zipfel regte an, im Osten des Biergartens neben dem Spielplatz ein Angebot für Ältere zu schaffen, und fand damit Zuspruch. Da dies jedoch laut Bauamtsleiterin Dagmar Hasler auch noch im zweiten oder dritten Schritt geschehen kann, wurde der von Prells vorgestellte Bebauungsplan einstimmig unterstützt. Er wird dem Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung vorgelegt.

 Michael Grözinger

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