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Kaffeeexperten: Gabi Schönwälder und die Frauen-Union Neuried ließen sich von Professor Paolo Brenner und den Inhabern der Kaffeewerkstatt München Erich Weidler und Kurt Glatz (v.l.) über den Exportschlager belehren. 

Frauen-Union besucht Kaffeemanufaktur

Doping mit positiven Auswirkungen

Neuried - Welche Auswirkungen hat Kaffee auf den menschlichen Körper? Antworten bekamen die Mitglieder der Frauen-Union Neuried von Experten.

Welche Auswirkungen hat Kaffee auf den menschlichen Körper? Wann kam er nach Europa? Und warum ist das Heißgetränk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor? Alles, was man über Kaffee wissen kann, erfuhr die Frauen-Union Neuried jetzt bei einem Besuch der örtlichen Kaffeewerkstatt München.

Mitgesellschafter Kurt Glatz führte den 15 Besucherinnen das Rösten einer Trommel Rohkaffee vor. Die zunächst grünen Bohnen werden in der Trommel rostbraun, dann mit viel Luft abgekühlt und ruhen einige Tage. Beim „Kaffee-Testing“ konnten sich die Besucher selbst von der Qualität der Röstung überzeugen.

Professor Paolo Brenner, Facharzt für Herzchirurgie am Klinikum Großhadern und Mitglied des Neurieder Gemeinderats, erzählte, dass insgesamt 100 Millionen Menschen weltweit von der Kaffeeindustrie leben. Allein 25 Millionen sind im reinen Anbau beschäftigt. Mit einer Erntemenge von 8,92 Millionen Tonnen und über 20 Milliarden US-Dollar Handelsvolumen ist Kaffee das zweitwertvollste Handelsexportprodukt aus Entwicklungsländern.

Das Getränk habe eine lange Tradition, führte Brenner aus: 1511 entstanden die ersten Kaffeehäuser in Mekka, später in Kairo und Istanbul. 1592 gelangte die Bohne nach Italien und in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter anderem nach London, Paris und Bremen. Heute sei der Kaffee mit einem vielfältigen Angebot an Sorten und Aufbereitungen ein im Trend liegendes Lifestyle-Getränk.

Auch auf den Körper habe Kaffee positive Auswirkungen, so Brenner: Gesteigerte Aufmerksamkeit, gesenktes Diabetesrisiko, ein gebremster Alterungsprozess, ein geringeres Risiko zur Entstehung von bestimmten Tumoren, Förderung von Fett- und Zuckerabbau und Schutz vor Demenz seien durch wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen. Zeitweise habe Kaffee sogar auf der Anti-Doping-Liste des IOC gestanden.  ps

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