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Wegen ungeeigneter Profile wird der komplette Fassadenputz der Neurieder Mehrzweckhalle erneuert. Die Halle muss deshalb wieder eingerüstet werden.

Mehrzweckhalle

„Der ganze Putz muss runter“

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Der Ärger um die Neurieder Mehrzweckhalle reißt nicht ab. Wegen Baumängeln muss die komplette Fassade erneuert werden. Und wann die Halle selbst wieder nutzbar ist, steht weiter in den Sternen.

Neuried– Eine Vielzahl kleinerer Baumängel ist bei Großprojekten nichts Ungewöhnliches. Mehr als 400 wurden bei der Neurieder Mehrzweckhalle gezählt wie etwa Unebenheiten oder unsauber ausgeführte Malerarbeiten, oftmals Marginalien. 90 Prozent davon habe man schon in Angriff genommen, 60 Prozent abgearbeitet, berichtete Bauamtsleiterin Dagmar Hasler am Dienstag im Neurieder Bauausschuss. „Wir sind ein gutes Stück vorangekommen.“ Bei zehn Prozent sei die Bearbeitung schwierig, auch weil manche Firmen nicht kooperierten.

Doch neben dem, was Hasler „übliche Baumängel“ nennt, gibt es auch Gravierendes. Ein vom Landgericht bestellter Gutachter hat der Gemeinde nun bescheinigt, dass an der Fassade der Halle ungeeignete Profile Verwendung fanden. Ein Austausch ist jedoch nicht so einfach realisierbar, weil ein nachträglicher Anschluss an den verwendeten Edelkratzputz nicht möglich ist. Die Folge: „Der ganze Putz muss runter“, so die Bauamtsleiterin. Zumindest die Dämmung kann erhalten bleiben. Ob man sich mit der Firma, die die Arbeiten ausgeführt hat, noch gütlich einigen kann, oder es zum Rechtsstreit kommt, ist offen. Für alle Beteiligten gibt es jetzt erst einmal eine sechswöchige Äußerungsfrist.

Der Gutachter, der die Deckenverkleidung der Mehrzweckhalle beurteilen soll, ist dagegen noch immer zu keinem Ergebnis gekommen. Und das, obwohl ihm angeforderte Unterlagen inzwischen zugeleitet wurden. Wie berichtet, wird die Decke wegen vermutlich fehlerhafter Montage als Sicherheitsrisiko gesehen, weshalb die Halle gesperrt ist. Der Sachverständige verlangt nun zur Prüfung der Statik weitere Angaben. Ob die Gewerke von der ausführenden Firma jedoch überhaupt mit allen Unterlagen geliefert wurden, sei fraglich, hieß es in der Sitzung. Seitens der Gemeinde vermutet man, dass der bestellte Gutachter womöglich ungeeignet ist.

Über ihren Anwalt hat die Gemeinde das Gericht jedenfalls am Dienstag aufgefordert, die gutachterliche Arbeit schnellstmöglich weiterzuführen. Hasler: „Notfalls muss ein zweiter Gutachter eingesetzt werden.“ Dies dürfte die Entscheidung allerdings wieder um Monate verzögern. Und aus Gründen der Beweissicherung kann man die Decke nicht abnehmen.

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