Polizei sucht diese Schläger - Opfer fotografierte seinen Peiniger

Polizei sucht diese Schläger - Opfer fotografierte seinen Peiniger

Versorgung

Neuried kämpft ums Trinkwasser

  • schließen

Ob Neuried sein Trinkwasser auch künftig aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen beziehen darf, ist weiter ungeklärt. Eine Alternative hat die Gemeinde nicht gefunden.

Neuried – Noch sprudelt das Wasser aus dem Loisachtal frisch und klar aus den Hähnen in Neuried. Doch damit könnte bald Schluss sein. Die Gemeinden Farchant und Oberau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wollen Neuried nur noch bis Ende 2025 mit Trinkwasser versorgen. Sie wollen sich durch die Ausweitung von Wasserschutzgebieten nicht in ihrer Ortsentwicklung beeinträchtigen lassen. Neuried versucht jetzt, eine Abkoppelung zu verhindern.

„Die Fakten sind klar“, sagt Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Es gebe keine Alternative zum Loisachtal. Also hat sich die Gemeinde Neuried einen Anwalt genommen und dem zuständigen Landratsamt Garmisch-Partenkirchen jetzt Argumente geliefert, die belegen sollen, dass sie auf das Wasser angewiesen ist. Gibt es nämlich keine Alternative für Neuried, müsste die Gemeinde wohl weiter aus dem Loisachtal versorgt werden.

Grundsätzlich scheint es in Neurieds nächster Umgebung ausreichend Wasser zu geben. Aber wie auch in Oberau und Farchant scheinen die zur Förderung des Trinkwassers nötigen Wasserschutzgebiete ein Problem darzustellen. Der Würmtal-Zweckverband in Neurieds Nachbarschaft klagt bekanntlich über Schwierigkeiten, Wasserschutzzonen ausgewiesen zu bekommen. Geschäftsführer Klaus Krüger erläutert die Gründe, weshalb Neuried sich dem Verband nicht anschließen könne, wie folgt: Um Wasser zu fördern, müssten zum einen physische Voraussetzungen erfüllt sein. Es müsse also ein Wasservorkommen geben. Zum anderen brauche es rechtliche Rahmenbedingungen. Und was Neuried betrifft, scheitere es an Letzteren. „Wasser ist hier nicht knapp. Aber wir haben nicht die Förderrechte, die es erlauben würden, Neuried zu versorgen“, sagt er.

Damit hat sich für Neuried die Hoffnung zerschlagen, beim Würmtal-Zweckverband anzudocken. Die Gemeinde hat weitere mögliche Alternativen untersuchen lassen, doch keine scheint zur Unabhängigkeit vom Loisachtal zu führen. „Wir haben im Gemeindegebiet mehrere Altlastengebiete, deswegen kann man hier nicht nach Wasser suchen“, so Hasler. Im Forstenrieder Park habe es von Seiten des Wasserwirtschaftsamtes Untersuchungen gegeben, aber dort gebe es nicht genug Wasser für Neuried, sagt sie.

Das Landratsamt prüft die Argumente der Neurieder jetzt. „Das kann mehrere Wochen dauern, wenn nicht länger“, erklärt Sprecher Stephan Scharf. Für Neuried geht es dabei um viel.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Begehrlichkeiten entlang der Würmtalstraße
„Life Sciences“ statt Wissenschaft: Die Gemeinde Planegg möchte zwischen dem Campus in Martinsried und der Würmtalstraße im Norden auch Gewerbe ermöglichen. Die …
Begehrlichkeiten entlang der Würmtalstraße
Verkehrsknoten drei Tage gesperrt
Viele Autofahrer und speziell die Bewohner der Heitmeiersiedlung müssen sich am ersten Wochenende der Herbstferien auf größere Behinderungen einstellen. …
Verkehrsknoten drei Tage gesperrt
Auch zum Jubiläum informieren Ärzte
Mit sechs Würmtaler Ärzten feierte die Vortrags-Reihe „Gesundes Würmtal“ ihr 20-jähriges Bestehen im Gräfelfinger Bürgerhaus. Die Mediziner referierten über …
Auch zum Jubiläum informieren Ärzte
Zwei Würmtaler ziehen in den Landtag ein
Zwei Würmtaler werden im neuen bayerischen Landtag sitzen: Anne Franke (Grüne) und Ingo Hahn (AfD), beide aus Gauting, haben über die Listen ihrer Parteien den Einzug …
Zwei Würmtaler ziehen in den Landtag ein

Kommentare