Neurieder Gemeinderat

Würmtal soll eine Marke werden

Neuried - Die Gemeinde Neuried hat ihre Zustimmung zur Bildung der Marke Würmtal gegeben.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium einstimmig, die nächsten Schritte anzugehen. Es gehe darum, ein interkommunales Projektteam zu bilden, das sich Gedanken machen müsse, etwa über ein Logo und eine Homepage, sowie weitere Ideen sammeln, wie alle Würmtal-Gemeinden von der Marke profitieren könnten, meinte Rathausmitarbeiterin Christiane Loge. Auch Teilnehmer aus der Wirtschaft sollten integriert werden. „Der Zusammenschluss zur Marke soll auch für die Unternehmensansiedelung genutzt werden.“

Teil des Beschlusses war auch, dass die Gemeinde 10 000 Euro für das Jahr 2017 bereitstellt und entsprechend im Haushalt des kommenden Jahres verankert. Dies machte Marianne Hellhuber (CSU) stutzig, und sie fragte: „Wofür?“ Eine klare Antwort blieb Loge schuldig, seien die Kosten doch zunächst einmal grob veranschlagt für unter anderem Logoentwicklung und Homepage. „Es ist ein Startkapital“, unterstützte Bürgermeister Harald Zipfel (SPD).

Dieter Maier (Grüne) tat sich derweil schwer mit den Begrifflichkeiten Marke und Gemeinsamkeit: „Geht es auch konkreter?“ Ziel sei es, sowohl mit dem Raum Würmtal zu werben als auch die hiesigen Bürger anzusprechen, erklärte Loge. Maiers Parteikollegin Birgit Zipfel pflichtete bei: „Wir würden Identität stiften für Gewerbe und Anwohner. Man zieht nicht so schnell weg; man wechselt eine Marke nicht einfach so.“

Aufgrund der Nähe zu München sowie zu Naherholungsgebieten wie dem Starnberger See oder dem Forstenrieder Park habe man eine privilegierte Lage, sagte Loge und erntete positive Rückmeldung seitens des Gremiums. „Wir sind wirtschaftlich gut aufgestellt, und da sollten wir uns auch ordentlich präsentieren“, befand Paolo Brenner (CSU) und weiter: „Jetzt wollen wir auch noch den Heimataspekt mit in die Marke ,Würmtal‘ einbinden.“ Die überschaubare Anzahl von fünf Gemeinden sei zudem ein Vorteil bei der Markenbildung, ergänzte Bürgermeister Zipfel mit Bezug auf Eric Kirschner (SPD), der sich nach möglichem Wettbewerb erkundigt hatte.

Siegfried Schopf (BZN) fasste treffend zusammen: „Es ist eine sehr schöne Sache, die wir unterstützen wollen."

Michael Grözinger

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