Mehrzweckhalle

Debatte über Gebühren für Hallennutzung

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Die Neurieder Mehrzweckhalle wird derzeit, wegen Mängeln, nicht genutzt. Wenn Vereine künftig für Veranstaltungen Nebenkosten voll zahlen müssen, könnte das nach Wiedereröffnung so bleiben.

Neuried– Obwohl die Neurieder Mehrzweckhalle derzeit gesperrt ist und keine großen Veranstaltungen darin stattfinden können, möchte die Gemeinde nun schleunigst eine Gebührenordnung für die Nutzung auf den Weg bringen. Im Sozial- und Kulturausschuss am Dienstagabend präsentierte Hauptamtsleiter Alois Sailer dem Gremium einen ersten Vorschlag – und sorgte kurzzeitig für lange Gesichter.

Anhand eines exemplarischen Falls rechnete Sailer vor, dass alleine die Nebenkosten für eine dreistündige Veranstaltung am Samstagabend mit Nutzung von Halle, Bühne, Aula, Schenke und Technik etwa bei 667 Euro liegen könnten. Ursprünglich war angedacht, diese dem Veranstalter in Rechnung zu stellen, wovon die Ausschussmitglieder in der Folge jedoch Abstand nahmen. „Die Kosten sind sehr hoch“, sagte Marianne Hellhuber (CSU), und Markus Crhak (BZN) ergänzte: „So wird die Halle nicht benutzt werden können.“

Im Gremium herrschte Konsens darüber, dass die Sachlage schwierig sei. Einerseits müsse man unterscheiden zwischen örtlichen Vereinen und potenziellen externen Mietern. Hinzu käme die Frage, wie man die regelmäßige Nutzung der Vereinsräume im Gebäude handhabe. „Ich dachte, die Gebühren gelten nur bei öffentlichen Veranstaltungen“, meinte Hellhuber. Sailer pflichtete ihr bei: „Für die Dauernutzer müssen wir eine eigene Regelung finden.“ Bürgermeister Harald Zipfel brachte den Vorschlag ein, von örtlichen Vereinen pauschal eine geringe Gebühr für die Nebenkosten zu verlangen und sich vorzubehalten, bei extremer Verschmutzung die Reinigungskosten im Nachgang auf den Veranstalter umzulegen. Er erntete zaghafte Zustimmung.

Der Ausschuss entschied sich letztlich dafür, keinen Beschluss zu fassen, ehe die Gebühren nicht entsprechend angepasst sind. „Jeder sollte sich jetzt noch mal sammeln“, sagte Zipfel und verwies darauf, sich in den einzelnen Fraktionen zusammenzusetzen und das diffizile Thema zu besprechen. Spätestens im Juli will der Ausschuss eine geeignete Gebührenordnung vorweisen können. Dann kann der Gemeinderat sie noch vor den Sommerferien verabschieden.

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