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Das alte Hettlage-Gebäude wird abgerissen.

Hettlage-Areal: Investor kann sich nicht durchsetzen

Gemeinde beharrt auf 20 Meter

Der im Osten des Neurieder Hettlage-Areals geplante Gewerberiegel soll nicht höher als 20 Meter inklusive Dachaufbauten werden. Die Gemeinde bleibt auch nach erneuter Beratung bei ihrer festen Haltung gegenüber dem Investor.

NeuriedDer Bauausschuss machte am Dienstagabend deutlich, dass er an dem im Dezember gefassten Beschluss – über 20 Meter Höhe keine Dachaufbauten zuzulassen – nicht abrücken wird. Eine Ansicht, die dem Investor nicht gefallen dürfte. Dessen Planung sieht derzeit auf dem fünfgeschossigen Gewerberiegel im Osten des Geländes technische Dachaufbauten, speziell eine Lüftungsanlage, vor, die die beschlossene 20-Meter-Obergrenze, am höchsten Punkt der Aufbauten, um satte 3,50 Meter übersteigen würde. Für den Investor eine Notwendigkeit, um den Absichten einer amerikanischen Firma, die an der Anmietung von großen Labors und Büros Interesse signalisierte hat, entsprechen zu können (wir berichteten).

Im Januar hatte der Bauausschuss eine Visualisierung vom Investor gefordert, um sich eine genauere Vorstellung machen zu können. Die Grafik zeigt nun eine Frontalansicht des Gebäudes mit einer Lüftungsanlage, die sich über die ganze Gebäudefläche von links nach rechts erstreckt. Dabei handele es sich explizit um mindestens fünf Lüftungsgeräte, so der anwesende Ingenieur der Lüftungstechnik-Firma Goldbeck, Alf van Thiel. Die Anzahl der Geräte sei notwendig, so van Thiel, um die Räumlichkeiten adäquat mit Luft zu versorgen. Er verwies auf ähnliche Aufbauten auf anderen modernen Gebäuden wie dem Max-Planck-Institut in Martinsried. Gemeinderätin Mechthild von der Mülbe (SPD) sah das Ganze einfach als zusätzliche Geschossfläche. Es stünden doch so viele Quadratmeter zur Verfügung, sagte von der Mülbe, dass die Technik in irgendeiner Form einfach in das Gebäude integriert werden müsse. Auch für CSU-Rat Andreas Giese war das Vorhaben optisch zu massiv. Er schlug vor, die Ansaugflächen für die Lüftung an den Gebäudeseiten zu installieren. Beide Vorschläge stießen auf keine große Begeisterung beim Experten, der dann auch eine Komplett-Integration ablehnte. „Denkbar wäre auch statt fünf nur vier Geschosse plus technischen Aufbau“, so Neurieds Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Aber auch ein Versenken von Teilen der Anlage in das Geschoss, also eine Teilintegration, wurde erwägt.

Bürgermeister Harald Zipfel, der gerne eine endgültige Lösung an diesem Abend präsentiert hätte, betonte noch einmal das Beharren auf 20 Meter. Man einigte sich darauf, dass der Investor im Rahmen der zweiten Auslegung im März die Möglichkeit besäße, Alternativen anzubieten. Diese müssen dann gegebenenfalls dem Gemeinderat zum Beschluss wieder vorgelegt werden, so Hasler.

Carolin Högel

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