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So stellte sich der Eigentümer das Hettlage-Gelände vor . Doch jetzt muss er umdenken.

Bebauungsplan für Hettlage-Areal verzögert sich

Vorgaben der Räte bringen Planungen durcheinander

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Der Eigentümer hat weiterhin vor, das ehemalige Hettlage-Areal zu bebauen. Doch die neuen Vorgaben der Neurieder Gemeinderäte bringen seine Planungen gehörig durcheinander, sagt er. Potenzielle Mieter könnten abspringen.

Neuried – Vor einem halben Jahr hatte sich Andreas Lesser noch zuversichtlich gezeigt. „Die Abstimmung mit der Gemeinde funktioniert“, hatte der Eigentümer des Hettlage-Areals damals gesagt, und war davon ausgegangen, dass mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan im Sommer 2017 zu rechnen sei. Sechs Monate später muss er diese Hoffnung begraben. „Das ist nicht zu schaffen“, sagt er jetzt.

Mehrmals verzögerte sich der Ablauf. Zuletzt in der vergangenen Woche. Der Bauausschuss hätte im Optimalfall lediglich die Auslegung des Bebauungsplans beschließen sollen. Die Gemeinderäte zeigten sich mit den Planungen, die das Büro Komplan aus Landshut in Abstimmung mit Gemeindeverwaltung und Lesser erarbeitet hatte, jedoch nicht einverstanden. Entscheidender Kritikpunkt: Die Wandhöhen von bis zu 21 Metern seien zu hoch – man habe Angst vor einem „Klein-Manhattan“. Die Auslegung des Plans wurde schließlich nach dreistündiger Beratung unter der Bedingung einer Höhenanpassung beschlossen.

Die vom Gremium geforderte Reduzierung der Wandhöhe wirft Lessers Pläne über den Haufen. „Wir müssen das Projekt verändern. Die bisherigen Planungen können wir wegschmeißen“, sagt der Investor. Lesser gibt zu, dass die geplanten Gewerbegebäude eine höhere Geschossfläche hätten, als vom Gemeinderat zuletzt vorgegeben. „Aber nicht um so viel, wie ich durch die Reduzierung der Wandhöhe jetzt verliere.“

Geschossfläche ist nicht das Einzige, was Lesser einbüßen könnte. „Für den Gewerbebereich gibt es einen Mietinteressenten, der den größten Teil abdecken würde“, sagt er. Durch die erneute Veränderung – und vor allem Verzögerung – könne dieser nun abspringen.

Für den südlichen Teil des Areals, auf dem Wohnbebauung entstehen soll, sucht Lesser keinen Mieter, sondern einen Käufer. Dieser Bereich bereitet ihm weniger Bauchschmerzen, gibt es doch bereits einen Vorvertrag mit einem potenziellen Bauherren. Einen Absprung des Käufers aufgrund der Reduzierung der Geschossanzahl, die der Bauausschuss in diesem Abschnitt fordert, befürchtet Lesser nicht. „Die Verträge sind flexibel.“ Und selbst wenn, stünde der nächste Interessent schon bereit, so der Investor.

Wie er nun weiter vorgehen und inwiefern er die Pläne anpassen wird, weiß Lesser noch nicht. Dafür benötige er den genauen Beschluss in seiner schriftlichen Form, den die Gemeinde aber noch nicht herausgegeben hat. „Erst dann herrscht Klarheit“, sagt Lesser. Insgesamt trägt er die neuerliche Verzögerung mit Fassung: „Es bringt mich nicht um.“

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