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So soll das neue Gewerbegebiet auf dem Hettlage-Areal aussehen. Südwestlich davon (rechts oben im Bild) genehmigte der Gemeinderat jetzt ein Wohngebiet, weil die Eigentümer  sich offenbar bereits zur Beteiligung an den Folgekosten verpflichtet haben.

Neuregelung zu Folgekosten

Investoren sollen für Baurecht zahlen

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Neuried - Nicht nur neben dem Hettlage-Areal sollen in Neuried neue Wohnungen entstehen. Weil das neue Kitas nötig macht, werden Bauherren zur Kasse gebeten.

Der Neurieder Gemeinderat hat wichtige Weichen für die Baulandpolitik der nächsten Jahre gestellt. Das Gremium bestätigte in seiner Sitzung am Dienstagabend zunächst einen Beschluss des Bauausschusses zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplans für das Hettlage-Areal. Laut Aufstellungsbeschluss soll der neue Bebauungsplan auch die südwestlich angrenzende Freifläche umfassen, um dort Baurecht für ein Wohngebiet zu schaffen. Auf dem Hettlage-Gelände selbst soll ein Gewerbegebiet entstehen. CSU-Gemeinderat Michael Zimmermann kritisierte erneut eine Wohnbebauung an dieser Stelle. Gewerbe habe Neuried nötiger. Zudem drohe die Zusammenlegung in einem Planverfahren, die Entwicklung des Gewerbegebietes zu bremsen. Seine Fraktion lehnte den Aufstellungsbeschluss ab. Andreas Giese (CSU), der im Bauausschuss zugestimmt hatte, war nicht anwesend.

Im Anschluss kassierte der Rat einstimmig einen Beschluss aus dem Sommer, demzufolge die Verwaltung ein Modell für eine sozial gerechte Bodennutzung entwickeln sollte. Das sollte einheitlich regeln, wie Bauherren oder Grundeigentümer in Neuried an den öffentlichen Folgekosten von neuem Baurecht beteiligt werden. Laut dem neuen Beschluss vom Dienstag soll Baurecht in den nächsten Jahren überhaupt nur noch entstehen, wenn Bauherren sich vorher in individuell verhandelten Verträgen verpflichten, sich an Folgekosten zu beteiligen, also an Planungskosten und Infrastrukturmaßnahmen wie neuen Kindergärten.

Konkret gilt die Neuregelung für das Hettlage-Areal, die nördliche Ortsmitte und die Freifläche südlich des Maxhofwegs. Für den jetzt zu entwickelnden Bebauungsplan 52 (Hettlage und südwestlich gelegene Freifläche) sei ein solcher Vertrag bereits unterschrieben, teilte Bauamtsleiterin Dagmar Hasler mit, ohne Details zu nennen. Grundlage soll unter anderem eine Berechnung des Büros Salm & Stegen sein. Die geht von bis zu 800 Neubürgern in den drei Baugebieten aus, womit Neuried wohl über 100 neue Plätze zur Kinderbetreuung bräuchte. Deren Schaffung ist mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Gut eine Million davon könne privaten Bauherren auferlegt werden.

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