Haushalt 2017

Keine Klimaanlage für das Kinderhaus

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Der Neurieder Gemeinderat bastelt weiter am Haushalt für 2017. Gerade den gemeindlichen  Betreuungseinrichtungen werden längst nicht alle finanziellen Wünsche erfüllt.

Neuried – Die Haushaltsplanungen 2017 in Neuried nehmen erste Formen an. Am Dienstagabend winkten die Gremien des Gemeinderats die ersten Zuschüsse durch.

Sowohl Sozial- und Kulturausschuss als auch Haupt-, Finanz- und Personalausschuss kamen zusammen, um über Anträge und Mittelanforderungen zu beraten. Relativ zügig wurden in diesem Jahr die Zuschüsse für die Vereine abgehandelt. Hauptnutznießer sind erneut Musikschule und TSV mit Zuwendungen in Höhe von jeweils 200 000 Euro Der Verein Kunst & Kultur bekommt die angestrebten 14 100 Euro. Darüber hinaus erhalten Feuerwehrverein, Würmtal-Insel, Malteser Hilfsdienst, AWO, Nachbarschaftshilfe, Evangelischer Sozialdienst und EC jeweils niedrige vierstellige Beträge. Beim Kleingartenverein einigte sich das Gremium auf 500 Euro Zuschuss. Voraussetzung ist stets ein Abnicken des Gemeinderats.

Schwerer tat sich der Sozialausschuss hier und da mit den Anträgen der gemeindlichen Einrichtungen. Die gewünschten 4000 Euro der Grundschule für den Bedarf der Ganztagsklassen stießen auf Unverständnis. Im vergangenen Jahr war es nur die Hälfte gewesen. Man einigte sich schließlich auf den Vorschlag von Kämmerer Max Heindl, 3000 Euro einzuplanen. Martin Pflästerer (SPD) regte an, die Schule solle doch bis zur tatsächlichen Verabschiedung des Haushalts erklären, warum der Bedarf so viel höher sei.

Weitere Diskussionen löste der Wunsch des Horts aus, 20 000 Euro für einen Treppenlift einzuplanen, mit dem das Essen komfortabler in den Keller transportiert werden könne. Die Essenssituation sei unbefriedigend, auch das Landratsamt hätte dies bereits bemängelt. Das Gremium war sich einig, dass ein Treppenlift nicht die einzige Lösung sein könne und Alternativen ausgearbeitet werden sollten. „Der kann schließlich auch eine Gefahrenquelle sein“, sagte Rita Petro (SPD).

Einigkeit herrschte auch bezüglich der gewünschten Klimaanlage im Kinderhaus an der Zugspitzstraße. Die beantragten 40 000 Euro wurden vorerst gestrichen. Zuerst sollten Messungen bezüglich des Bedarfs erfolgen. Dafür stelle die Gemeinde gerne die erforderlichen Messgeräte bereit, erklärte Bürgermeister Harald Zipfel.

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