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Der alte Teil der Neurieder Grundschule ist baufällig. Im Ersatzbau ist kein Platz mehr für die Musikschule.

Antrag zurückgezogen

Keine neuen Räume für Musikschule

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Das Raumprogramm für den Ersatzbau des alten Neurieder Grundschultraktes bleibt unverändert. Die CSU beharrt nun doch nicht auf einer sofortigen Lösung für die Platznot der Musikschule.

Neuried – Die Neurieder CSU hat ihren Widerstand gegen die aktuellen Planungen für den Ersatzbau des alten Grundschultraktes aufgegeben. Die Gemeinderatsfraktion zog ihren Antrag auf eine Überarbeitung des Raumprogramms mit stärkerer Berücksichtigung der Belange der Musikschule zurück, nachdem am Dienstagabend im Bauausschuss der aktuelle Planungsstand diskutiert worden war. Die Gemeinde wird wie geplant demnächst die nötigen Architektenleistungen ausschreiben.

Der Bauausschuss hatte im Dezember auch mit den Stimmen der CSU beschlossen, den Ersatzbau in etwa in den Dimensionen des heutigen Baus zu errichten, der wegen statischer Mängel nur noch bis Ende 2019 genutzt werden darf. Eine weitere Aufstockung solle später möglich sein, vorerst aus Kostengründen aber nicht realisiert werden. Damit bietet der Neubau allerdings nur Platz für die Ganztagsklassen, die dort einziehen sollen. Die Musikschule, die derzeit der Hauptnutzer des abrissreifen alten Schultraktes ist, muss weichen. Ihr gehen bis zu zehn Räume für Verwaltungstätigkeiten und Unterricht verloren. Eine Lösung dieses Problems hatte der Bauausschuss verschoben.

Kurz nach dem Beschluss im Dezember kritisierte Musikschulleiter Christoph Peters im Merkur-Gespräch, „die mit 900 Schülern größte Bildungseinrichtung Neurieds“ werde in den Planungen nicht ausreichend berücksichtigt. Im Februar reichte die CSU dann ihren Antrag auf Neuplanung des Raumprogramms für den Ersatzbau ein. Als der Antrag am Dienstag behandelt wurde, sagte Fraktionssprecher Michael Zimmermann, es seien noch intensive Gespräche mit allen Beteiligten nötig.

Andreas Dorn (SPD-Fraktion) konterte, der Antrag sei zu allgemein, die CSU solle Farbe bekennen: „Wenn Sie jetzt ein weiteres Stockwerk mit Räumen für die Musikschule wollen, das die Baukosten von 3,8 Millionen Euro voraussichtlich um eine weitere Million steigern wird, dann sagen Sie das“, so Dorn.

Zimmermann antwortete, man müsse in der Schule Räume für die Musikschule vorsehen. Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) hakte nach, ob das bedeute, dass die CSU ein weiteres Stockwerk fordere. Dem sei so, sagte Zimmermann. Jedoch beharrte die Fraktion nicht auf der Forderung. Nach weiterer Diskussion, in der Zipfel erneut versicherte, man sei mit der Musikschule im Gespräch, zog sie ihren Antrag zurück. Der habe, nachdem sich die Gespräche mit der Musikschule offenbar intensiviert hätten, seinen Zweck erfüllt.

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