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Kinderbetreuung ist oftmals teuer und kostet von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich viel.

Erhöhung um rund 28 Prozent geplant

Kita-Gebühren: Eltern klagen über Wucher

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Das bietet Zündstoff: Neurieds Kämmerer will die Kita-Gebühren um 28 Prozent erhöhen. An diesem Dienstag, 14. Juli, tagt der Sozialausschuss. Der Bürgermeister erwartet viel Publikum.

Neuried – Viele Eltern in Neuried sind empört. Die Gebühren für den Besuch von Kinderkrippe, Kindergarten oder Hort sollen in Neuried um rund 28 Prozent steigen. Heute tagt der Sozialausschuss und hat eine entsprechende Satzung auf dem Tisch.

Elternbeirätin Alexandra Schneeberger spricht von Wucher: „Die neuen Gebühren sind unverhältnismäßig.“ Bürgermeister Harald Zipfel verteidigt Kämmerer Roland Zürnstein, der die Kosten aufgeschlüsselt hat. Seit 2016 habe es keine Erhöhung gegeben. Das Defizit aus dem Betrieb der Einrichtungen liege aktuell bei 28,24 Prozent. Damit zahle die Gemeinde jedes Jahr zu viel drauf.

Erhöhung trifft Eltern von Krippenkindern besonders hart

Die geplante Neuerung könnte vor allem Eltern von Krippenkindern hart treffen. Ein Krippenplatz kostet Eltern, die über ein Jahreseinkommen zwischen 50 000 und 60 000 Euro verfügen und deren Kinder täglich sieben bis acht Stunden eine der kommunalen Einrichtungen besuchen, aktuell 361 Euro monatlich, künftig sollen es 463 Euro sein. Die Kosten für einen Kindergartenplatz sollen von 29 auf 65 Euro, die für einen Hortplatz von 146 auf 187 Euro steigen. Das Essensgeld soll ebenfalls angehoben werden. Für Krippe und Kindergarten müssen bislang 50 Euro pro Monat für Kinder, die fünf Tage pro Woche kommen, bezahlt werden. Künftig sollen es 58,75 Euro sein.

Elternbeiratsvorsitzende schreibt an Bürgermeister

Nachdem alle Elternbeiräte von der Gemeinde über das Vorhaben informiert worden waren, hat sich Schneeberger in einem Schreiben an Bürgermeister und  Gemeinderäte gewandt. Sie ärgert sich: In München sind für vergleichbare Plätze in der Krippe 60 Euro, im Kindergarten 79 Euro und im Hort 133 Euro zu berappen. In Planegg sind ab September 353 Euro monatlich für die Krippe, 33 Euro für den Kindergarten und 143 Euro für den Hort fällig. „Und während Neuried lediglich eine Geschwisterermäßigung von jeweils 20 Euro für die Geschwisterkinder gewährt, senkt Planegg die Gebühren für das zweite Kind um 20 Prozent, für das dritte um 40 Prozent und für das vierte und weitere Kinder sogar um 100 Prozent“, so Schneeberger.

„Wenn man Qualität will, muss man auch zahlen“

„Die Aussagen sind von allen Elternbeiräten gekommen“, sagt Zipfel. Nicht nur Schneeberger habe sich an ihn gewandt. Das habe er auch so erwartet. Aber er fragt: „Wie viel Geld haben die anderen Kommunen? Wir haben das Geld halt nicht.“ Und Zipfel sagt auch: „Manchmal haben wir das Gefühl, dass man immer nur verlangt, aber nichts geben will.“ Die Mitarbeiter sollen gut bezahlt werden. „Die Krippen sind personell besser ausgestattet als woanders. Wenn man Qualität will, muss man auch zahlen.“

Der Bürgermeister macht den Eltern aber etwas Hoffnung: „Ich glaube, dass die Erhöhung heute in dieser Höhe nicht durchgehen wird.“ Die Gemeinde habe möglicherweise zu lange mit einer Erhöhung gewartet. Er kenne diese Art von Debatte von den Friedhofsgebühren. „Vielleicht machen wir es in kleineren Schritten.“ So wie die Gemeinde Planegg; diese erhöht ihre Gebühren jährlich. Was die Sitzung heute Abend betrifft, sagt Zipfel: „Wir werden wahrscheinlich den zweiten Teil der Mehrzweckhalle aufmachen“, um alle Besucher mit gebotenem Abstand unterzubringen.

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