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Die Spitzenkandidaten der Linken für den Kreistag (v.li.): Florian Seifert, Johannes Jordan, Katinka Burz, Carmen Fesl und Leon da Sorci.

Den Anstoß gab der Neurieder Klaus Weber

Linke tritt erstmals für Kreistag an

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Die Linke ist im Landkreis München bislang wenig in Erscheinung getreten. Das soll sich ändern. Sie will jetzt erstmals in den Kreistag einziehen. Den Anstoß dazu gab ein Neurieder.

Würmtal – Die Partei Die Linke zeigt sich kämpferisch. Im März will sie ein bis zwei Sitze im Münchner Kreistag erobern. Ihre Kandidaten sind davon überzeugt, dass dies machbar ist – auch wenn die Partei im Landkreis München jetzt zum ersten Mal überhaupt eine Liste für den Kreistag aufgestellt hat. Am Donnerstag wurden die nötigen Unterlagen dem Landratsamt übergeben.

Spitzenkandidatin Katinka Burz (38) aus Kirchheim sagt: „Ich denke, dass Die Linke politisch überall vertreten sein sollte.“ Auch wenn der Landkreis München wohlhabend sei, so habe dieser seine Probleme. „Wir haben nur ein Frauenhaus im Landkreis.“ Sieben Plätze reichen nicht, meint sie. „Wir denken, der Landkreis hätte mehr Bedarf.“ Bezahlbarer Wohnraum sei ebenfalls ein Thema. Dazu plädiert sie für kostenlosen, ticketlosen öffentlichen Personennahverkehr in München Stadt und Land – oder zumindest für eine Erweiterung der M-Zone. Sie möchte mehr Platz für Fahrräder in S-Bahnen und sie möchte einen Fahrradweg neben jeder neuen Kreisstraße.

Katinka Burz will rekommunalisieren

Weiter fragt Katinka Burz, warum sich im Landkreis private Unternehmen um den Müll kümmern. „Warum kann das nicht in kommunaler Hand sein?“ Sie möchte wissen, warum diese Arbeit nicht kommunale, tariflich bezahlte Mitarbeiter übernehmen können. „Wir wollen rekommunalisieren“. Dabei hat Katinka Burz auch die ehemaligen Kreiskrankenhäuser im Visier. Wenn Die Linke in den Kreistag einziehe, „dann kommt Bewegung in den Kreistag“, ist Burz überzeugt.

Die Mitglieder der Linken haben noch einen weiteren Grund, sich der Wahl zu stellen. „Wichtig ist, der AfD Stimmen wegzunehmen“, sagt Professor Klaus Weber aus Neuried. Er ist der Fraktionssprecher der Linken im Bezirkstag. Dort habe er Mitglieder der AfD erlebt. „Wenn es zu hetzen gibt, sind die an erster Stelle. Inhaltlich liefert die AfD gar nicht.“

Kein eigenständiger Kreisverband

Weber ist dafür verantwortlich, dass Die Linke nun auf Kreisebene antritt, die Initiative ging von ihm aus. Anfang Januar tourte er durch den gesamten Landkreis. „Dass wir die Liste zusammenbekommen haben, war ein Wunder, das war ein riesiger bürokratischer Akt“, erzählt er. Die Linke habe im Landkreis nicht viele Mitstreiter. Einen eigenen Kreisverband gebe es nicht, nur einen, der Stadt und Landkreis München beinhalte.

Auf der Liste für die Wahl des Kreistags, ist kein Vorstandsmitglied des Kreisverbandes zu finden. Umso motivierter sind nun die, die auf der Liste stehen. Weber: „Wir waren uns richtig einig, dass wir das zusammen anpacken.“ Das Programm sei bereits erstellt, jetzt könne der Wahlkampf beginnen. Die Spitzenkandidatin Katinka Burz ist pädagogische Mitarbeiterin einer Mittelschule. Außerdem ist sie alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. „Ich bin also ein großartiger Problemlöser“, wirbt sie für sich. Der Kopf der Unternehmung, Klaus Weber, steht als sechster Name auf der Liste der Linken. Ein weiterer Würmtaler, der Gräfelfinger Student Yannick Zollhöfer, ist als zehnter Kandidat gelistet.

Die Kreistagskandidaten der Linken: 

1-3. Katinka Burz 4-6. Florian Seifert 7-9. Carmen Fesl, 10-12. Johannes Jordan 13-15. Leon da Sorci, 16-18. Prof. Dr. Klaus Weber 19-21. Andrea Maier 22-24. Anette Roller 25-27 Stephan Holzmann 28-30. Yannick Zollhöfer 31-33. Helmut Zwicklbauer 34-36. Ursula Rönicke 37-39. Melanie Albert 40-42. Andrea El Nour 43-45. Bernhard Baudler 46-48. Martin Steidl 49-51. Wolfram Krautz 52-54. Robert Hamm 55-57. Michael Kircher 58-60. Karim El Nour 61-62. Theodor Bossert 63-64. Fritz Schmalzbauer 65-66. Matthis Eicher 67-68. Niklas Lohmann 69-70. Leonhard Mayer

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