K&K fegt alten Vorstand hinweg

Mehr als Kabarett

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Da hat es geknallt: Die Mitglieder des Neurieder Vereins Kunst & Kultur (K&K) haben am Freitag ihren kompletten Vorstand ausgewechselt.

Neuried An engagierten Mitgliedern fehlt es dem Neurieder Verein Kunst & Kultur wahrlich nicht. Am Freitag fand dort eine Wahl statt, wie andere Vereine sie sich vielleicht wünschen würden: Kandidaten in Hülle und Fülle, Emotionen, Debatten und Abstimmungen, bis die Wahlzettel zur Neige gingen.

Eine solche Wahl hat aber nicht nur Gewinner. Zu den Verlierern gehört sicherlich der alte langjährige Vorstand. Jan Jungowski (zwölf Jahre Mitglied des Gremiums) zeigte sich am Montag traurig und schockiert. „Wir waren darauf nicht vorbereitet.“ Auch Kerstin Johann und Inge Altinger-Ralle hatten dem Verein 18 Jahre lang gedient.

Freuen durfte sich dafür ein anderer, der den Vorstand im Herbst im Konflikt mit den drei verlassen hatte: Hans Hobelsberger. Er ist nun zurück; nicht mehr als Vorsitzender, wie er es 21 Jahre lang war, aber als Beisitzer. „Es war mir wichtig, dass der K&K eine gute Zukunft hat“, sagt er. Und das neue Team bringe hervorragende Qualifikationen mit.

Der neue Vorsitzende des Vereins ist Andreas Staszewski, Unternehmensberater und Trainer. Angela Bassani soll künftig das Programm gestalten, beruflich ist sie für eine Künstleragentur tätig. Gabi Hradil ist Spezialistin für Finanzen und die neue Kassierin, Michael Frühmorgen ist Unternehmensberater im Ruhestand und der neue Schriftführer des Vereins.

Sie alle haben vor, frischen Wind in die Arbeit des Vereins zu bringen. „Wir wollen die Vereine in Neuried zusammenbringen, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, sagt Staszewski. Zudem soll das Programm vielfältiger werden. Früher habe es einen Literaturkreis, einen Kunstkreis, mehr Führungen und Ausflüge gegeben. Da wolle der Verein wieder hin. „Es gibt nicht nur Kabarett“, findet er. Jenes sei zwar leicht zu organisieren und sorge für gute Einnahmen, aber „wir haben das Gefühl, da geht mehr“.

Was das Problem der gesperrten Mehrzweckhalle betrifft, so genügt es laut Staszewski nicht, sich zu beschweren: „Die Mehrzweckhalle ist dann da, wenn sie da ist. Wir müssen damit umgehen.“ Eine gewisse Kontinuität soll trotz frischem Wind gewahrt werden. „Damit der Vorstand das Rad nicht neu erfinden muss, soll er auf Erfahrung zurückgreifen können, wenn er sie braucht“, sagt Hobelsberger. Kaum einer kennt die Geschicke des Neurieder Vereins Kunst & Kultur so gut wie er. „Ich bin überzeugt, dass es vielen Mitgliedern wichtig war, dass ich beteiligt bin“, glaubt Hobelsberger. Für ihn ist der K&K der Gewinner dieser Wahl.

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