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Neurieder Kindl landet im Rathaus

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Von: Katja Brenner

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Irgendwie schien es vorbestimmt, dass Meike Petro eines Tages bei der Gemeinde Neuried arbeiten würde. Auch wenn ihr das selbst so nicht ganz bewusst war. Seit Anfang August ist die neue Wirtschaftsförderin der Gemeinde im Amt.
Meike Petro ist glücklich über ihren neuen Arbeitsplatz in der Neurieder Gemeindeverwaltung. © Walter Wohlrab

Irgendwie schien es vorbestimmt, dass Meike Petro eines Tages bei der Gemeinde Neuried arbeiten würde. Auch wenn ihr das selbst so nicht ganz bewusst war. Seit Anfang August ist die neue Wirtschaftsförderin der Gemeinde im Amt. Und beerbt damit Christiane Unger, die es zurück in ihre niedersächsische Heimat zog.

Neuried – Nachfolgerin Petro ist ein echtes Neurieder Kindl. Mit drei zog sie von Solln in die Würmtal-Gemeinde, besuchte den Kindergarten am Haderner Winkel, danach die benachbarte Grundschule. Vom Gymnasium Fürstenried wechselte sie, weil sie die Leistungskurse Französisch und Geografie belegen wollte, für die letzten zwei Schuljahre ans Theresiengymnasium.

Bereits ihre Facharbeit befasste sich mit Neuried. Genauer: mit dem Strukturwandel in der Gemeinde seit den 70er Jahren. Und auch im Studium ließ sie die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde nicht los. Für ihre Bachelor-Arbeit im Fach Geografie mit dem etwas sperrigen Titel „Sozioökonomische Strukturanalyse und städtebauliche Konzept-ideen für das Areal der ehemaligen Zentrale der FA Hettlage“ bekam sie 2014 an der Uni Augsburg die Note 1,3.

Erstes Praktikum im Bauamt während des Studiums

Schon während ihres Studiums absolvierte die Tochter eines ehemaligen Bauamtsmitarbeiters und einer Gemeinderätin ein Praktikum im Neurieder Bauamt. Allerdings erst, als ihr Vater schon im Ruhestand war. „Sonst hätte ich das nicht gemacht“, sagt sie. Dass ihre Eltern der Gemeinde eng verbunden sind und waren, habe nichts mit ihrer Entscheidung zu tun gehabt, nun selbst in der Neurieder Verwaltung zu arbeiten. „Die haben sich da komplett rausgehalten“, betont sie.

Vielmehr seien gleich mehrere Mütter aus dem Kinderturnen beim TSV Neuried, wo Petro Übungsleiterin ist, auf sie zugekommen und hätten sie darauf aufmerksam gemacht, dass die Gemeinde eine Stelle ausgeschrieben habe, die ihr quasi auf den Leib geschneidert sei. Wenn es um den TSV geht, fängt Petro an zu strahlen. „Da bin ich aufgewachsen“, sagt die 30-Jährige. Kaum dass sie laufen konnte, ging sie Anfang der 90er Jahre dort mit ihrer Mutter zum Mutter-Kind-Turnen.

Mit ihrem Gang nach Neuried wechselte Petro von einem Extrem ins andere. Zuvor war sie bei der Stadt Schongau für Wirtschaftsförderung, Standortentwicklung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „In Schongau kannte mich niemand, und ich kannte niemanden. Hier ist es das genaue Gegenteil“, sagt Petro. Auch das tägliche Pendeln war nicht so ihre Sache. „Mir waren die 160 Kilometer täglich einfach zu viel“, erklärt sie. Nun habe sie mit dem Fahrrad einen Arbeitsweg von höchstens fünf Minuten, sagt Meike Petro und strahlt.

Seit dem Frühjahr residiert das Rathaus im Hainbuchenring.

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